Konstantin zu Eulenburg

Hamburger BSW-Chef Konstantin zu Eulenburg tritt zurück. (Archivbild) Foto: Georg Wendt/dpa

Hamburger BSW-Chef tritt zurück: Abrechnung mit prominenter Ex-Linker

kommentar icon
arrow down

Hamburgs BSW steckt in der Dauerkrise: Jetzt ist Konstantin zu Eulenburg als Landesvorsitzender zurückgetreten. Seine Begründung: interne Konflikte, Intransparenz und zerstörtes Vertrauen.

In einer persönlichen Erklärung schrieb zu Eulenburg am Wochenende: Die Zusammenarbeit im Landesverband habe ein Maß an Belastung erreicht, das verantwortungsvolle politische Arbeit unmöglich mache. Zentrale Regeln innerparteilicher Demokratie seien dabei missachtet worden, zitiert das „Abendblatt“ aus einer Erklärung zu Eulenburgs.

Die frühere Bundestagsabgeordnete Żaklin Nastić kassiert besonders scharfe Kritik: Laut zu Eulenburgs Erklärung habe sie über Monate hinweg destruktiv auf „Teile des Landesverbands und Landesvorstands“ eingewirkt. Er wirft ihr vor, den Aufbau des Landesverbands behindert, demokratische Strukturen untergraben und ihn öffentlich diskreditiert zu haben.

Streit im BSW: Zu Eulenburg tritt zurück

Kern des Streits ist die Aufstellung der Spitzenkandidatur für den Bundestag: Erst hieß es in einer BSW-Mitteilung, Nastić verzichte (wovon zu Eulenburg profitiert hätte), dann dementierte sie ihren Rückzug – und wurde schließlich doch Spitzenkandidatin.

Nastić habe „wiederholt öffentlich behauptet, ich hätte die Erklärung eigenmächtig veröffentlicht – wider besseren Wissens“, sagt zu Eulenburg und deutet laut „Abendblatt“ sogar mögliche „strafrechtliche Konsequenzen für die ehemalige Abgeordnete und ihr Umfeld“ an.

Das könnte Sie auch interessieren: Hausboot-Debakel im Hafen: Firma insolvent – Gesellschafter spricht von Erpressung

Auch nach seinem Rücktritt will zu Eulenburg BSW-Mitglied bleiben. Übergangsweise soll Co-Vorsitzender Burkhard Bujotzek den Landesverband führen. (mp)

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test