„Verantwortungslos“: Erbitterter Klimastreit im Rathaus – nur einer bleibt entspannt
Vor rund zwei Monaten haben sich die Hamburger entschieden: Die Stadt soll schon 2040 statt 2045 klimaneutral werden. In der aktuellen Stunde der Bürgerschaft hat die Hamburger CDU am Mittwoch gefordert, das Ergebnis des Volksentscheids rückgängig zu machen. „Die ganze Sache ist für Sie zwei Nummern zu groß“, provozierte Fraktionschef Dennis Thering in Richtung von SPD und Grünen. Als „hochgradig verantwortungslos“ bezeichnete Senatorin Katharina Fegebank (Grüne) das Verhalten der CDU – nur der Bürgermeister schwieg im Schlagabtausch.
„Neulich habe ich eine alleinerziehende Mutter auf dem Langenhorner Wochenmarkt getroffen, die mir mit Tränen in den Augen sagte, dass sie nicht weiß, wie sie am Ende des Monats ihren Kühlschrank füllen soll.“ Mit einer rührigen Anekdote begann CDU-Fraktionschef Thering seine Rede. Ein Raunen ging durch den Saal.
Das Vorziehen der Klimaziele werde die Hamburger Milliarden an Geldern sowie Arbeitsplätze kosten und zu Fahrverboten führen, wetterte Thering. „Sie können das doch nicht guten Gewissens so mittragen.“ Am meisten besorge ihn die „soziale Spaltung“ in der Stadt. „Ich fordere insbesondere den Bürgermeister und seine SPD-Fraktion dazu auf, mit uns das Richtige zu tun“, so Thering. Einzig die AfD bestärkte die Forderung der CDU.
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