Das gibt Ärger mit den „Alten“: Grüne Jugend verspottet Fegebank wegen Olympia-Fiasko
Der rot-grüne Senat ist mit seinem Engagement für eine Hamburger Olympia-Bewerbung gescheitert – und die Grüne Jugend (GJ), von Anfang an gegen Spiele an Elbe und Alster, tritt genüsslich nach: Auf Instagram hat die Jugendorganisation der Partei spöttische Foto-Collagen mit der grünen Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank gepostet.
„Mit abgehobener Politik und einer desaströsen Kampagne hat der Senat das Referendum verloren“, lästert die GJ auf Instagram. Der rot-grüne Senat hatte sich mit massiver Werbung für eine Olympia-Bewerbung der Stadt stark gemacht – und war beim Referendum, der Volksabstimmung darüber, am vergangenen Sonntag deutlich gescheitert.
Grüne Jugend spottet auf Instagram über Fegebank
Garniert wird der Instagram-Beitrag unter anderem mit Montagen aus Fotos, die Fegebank im Rahmen der Pro-Olympia-Kampagne selbst gepostet hat, und satirischen Texten. Da wirft die Grüne, beschriftet mit „Hamburger Senat“, etwa einen Basketball vom Mond aus in Richtung Erde. Der Begleittext: „Die unendlichen Fehleinschätzungen bei Referenden“.
Ein anderes Bild zeigt Fegebank beim Boxen gegen einen Sandsack. Die Senatorin ist als „Die Hamburger:innen“ gekennzeichnet, der Sack als „Der Senat“.
Deutliche Kritik an Kosten für Olympia-Kampagne
Vor dieser Polit-Satire mit dem Holzhammer hatten sich die jungen Grünen aber auch inhaltlich fundierter mit dem Ergebnis des Referendums auseinandergesetzt. Die Bürgerinnen und Bürger hätten ein klares Signal gegen die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele gesetzt, erklärte die Nachwuchsorganisation in einer Pressemitteilung am Sonntag, kurz nach der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses.
Carro Göbel, Landessprecher:in der Grünen Jugend Hamburg, kritisierte darin vor allem die Kosten des Verfahrens: „In solch einer angespannten Wirtschaftssituation und während laufender Haushaltsverhandlungen, die von Kürzungen bestimmt sind, elf Millionen Euro alleine für das Konzept, Werbung und Referendum auszugeben, ist frech. Das ist ein beschämender Umgang mit Hamburger Geldern.“
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Auch Landessprecher Leon Meyer wertet das Ergebnis als Absage an die Politik des Senats. Die Hamburgerinnen und Hamburger hätten „ein klares Zeichen gegen die Event-Politik des Senats gesetzt“. Während Millionen in die Bewerbung geflossen seien, verfalle aus Sicht der Grünen Jugend die soziale Infrastruktur der Stadt. Meyer kritisiert zudem die Rolle der Hamburger Grünen in der Koalition: Dass sie den Kurs des SPD-geführten Senats mitgetragen hätten, sei „ein schwerer Fehler“ gewesen. Göbel forderte sogar personelle Konsequenzen bei den Regierungsparteien, etwa den Rücktritt von Sportsenator Andy Grote (SPD).