Bürgerschaftswahl in Hamburg: So haben Ihre Nachbarn gewählt
Trotz Verlusten ist die Hamburger SPD die unangefochtene Gewinnerin des Wahlabends. Mehr als 30 Prozent der Wähler stimmten für die Partei von Bürgermeister Peter Tschentscher. Auch die Grünen verloren an Zuspruch, während CDU, Linke und die AfD zulegten. Die Ergebnisse in den einzelnen Stadtteilen unterscheiden sich zum Teil erheblich: Auf unserer interaktiven Karte sehen Sie, welche Partei in Ihrem Wahllokal wie abgeschnitten hat.
Südlich der Elbe hat die SPD besonders gute Ergebnisse erzielt. In einem Wilhelmsburger Wahllokal kam die Partei sogar auf mehr als 55 Prozent der Stimmen. Auch in Neugraben-Fischbek und Hausbruch ist die SPD stark, ebenso in Lohbrügge und Steilshoop. Unterdurchschnittliche Ergebnisse erreichte die Partei hingegen entlang der Elbbvororte (Othmarschen, Nienstedten) und im westlichen Teil des Bezirks Bergedorf wie Allermöhe und Billwerder.
Wahl in Hamburg: CDU und Grüne gewinnen in diesen Stadtteilen
Die Partei des Tschentscher-Herausforderers Dennis Thering (CDU) hat in den Elbvororten, den nördlichen Walddörfern und in den Vierlanden besonders gut abgeschnitten. So erreichte die CDU in einem Lokal in Lemsahl-Mellingstedt sagenhafte 48 Prozent, also mehr als doppelt so viel wie in der gesamten Stadt. Ebenfalls stark sind die Konservativen in Nienstedten und Wellingsbüttel.
Schlecht kam Therings Partei, weniger überraschend, auf St. Pauli und der Sternschanze an. Dort bewegten sich die Zustimmungswerte im mittleren einstelligen Prozentbereich. In einem Wahllokal in Kleiner Grasbrook/Steinwerder stimmten sogar weniger als ein Prozent für die CDU.
Die Grünen, die bei der Wahl einige Prozentpunkte verloren haben, haben wie gewohnt in Ottensen und Altona-Nord starke Ergebnisse erzielt und damit ihre Hochburgen verteidigt. Auch in St. Georg und Hammerbrook konnten die Grünen punkten. Generell schnitt die Partei von Spitzenkandidatin Fegebank in den innerstädtischen Stadtteilen gut ab. Weniger gut hingegen sind die Ergebnisse im Süden und Südosten Hamburgs. So kamen die Grünen in einem Wahllokal in Reitbrook auf weniger als sechs Prozent. Auch in Jenfeld und Billstedt überzeugte die Partei nur wenig.
Linke und AfD
Die Linke setzte den Trend im Bund mit einem starken Ergebnis auch in Hamburg fort. Neben den Hochburgen nördlich der Elbe (St. Pauli, Sternschanze und Altona-Altstadt) erzielte die Partei auch auf der Veddel (in einem Lokal mehr als 55 Prozent!) und in Wilhelmsburg starke Ergebnisse. Auch in Hammerbrook erzielte die Linke mit fast 39 Prozent einen großen Erfolg.
Chancenlos blieb die Partei dort, wo die CDU besonders stark ist – also die Walddörfer und die Elbvororte. So wäre die Partei in Lehmsahl-Mellingstedt nicht über die Fünf-Prozent-Hürde gekommen.
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Wie schon bei der Bundestagswahl – die AfD kommt vor allem im Süden und Südosten Hamburgs gut an. Mit fast 36 Prozent ist die in Teilen rechtsextreme Partei in einem Lokal in Hausbruch am stärksten. Neuallermöhe, Billstedt, Jenfeld und Neuland sind weitere Hochburgen. Doch auch in diesen Stadtteilen kommt die AfD nicht an die Ergebnisse im Bund heran. Schwach ist die AfD im gesamten innerstädtischen Bereich, im Bezirk Altona und den Walddörfern.