Benjamin Mennerich

Der AfD-Bürgerschaftsabgeordnete Benjamin Mennerich wurde aus der Fraktion Hamburg-Mitte geworfen. Foto: AfD Fraktion Hamburg

„Regelmäßig Ärger”: AfD-Mann wird aus Bezirksfraktion geworfen

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Die AfD-Fraktion im Bezirk Hamburg-Mitte hat ihren Abgeordneten Benjamin Mennerich ausgeschlossen. Intern hatte es wohl gekracht. Mennerich ist seit März vergangenen Jahres auch Abgeordneter der Hamburgischen Bürgerschaft – das soll so bleiben. Jetzt hat sich die Co-Fraktionschefin gegenüber der MOPO zu dem Rauswurf geäußert. Sie sagt klar: „Es wird kein Zurück geben.”

Wie die AfD-Bürgerschaftsfraktion der MOPO bestätigte, ist Mennerich unfreiwillig aus der Fraktion in Hamburg-Mitte ausgeschieden. Er selbst sei aber erst Anfang kommender Woche wieder für Anfragen erreichbar. Zuerst hatte das „Abendblatt“ berichtet.

AfD: Mennerich hielt Beschluss für eine „Drohgebärde“

Offenbar hatte Mennerich erst durch deren Anfrage erfahren, dass er jetzt zum fraktionslosen Abgeordneten im Bezirk wird. Einen entsprechenden Beschluss am vergangenen Montag habe er für eine „Drohgebärde“ gehalten, so Mennerich gegenüber der Zeitung.

AfD-Politikerin Nicole Jordan picture alliance / ABBfoto
AfD-Politikerin Nicole Jordan
AfD-Politikerin Nicole Jordan

Zu den Gründen für den Rauswurf äußerte er sich nur vage. Er habe Vorfälle im Zusammenhang mit AfD-Co-Fraktionschefin Nicole Jordan und deren Mann, ebenfalls Fraktionsmitglied, aufklären wollen. „Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Herrn Mennerich war nicht mehr möglich. Er hat sich zu viel erlaubt, das hat nichts mit meinem Mann und mir zu tun”, sagt Jordan am Freitag auf MOPO-Anfrage.

Jordan: „Gab regelmäßig Ärger”

„Wir haben klar am Montag den Beschluss gefasst und ihn davon telefonisch in Kenntnis gesetzt, weil er wieder nicht an einer Sitzung teilnehmen konnte“, so Jordan weiter. Man habe ihm auch die Gelegenheit gegeben, Stellung zu beziehen. Dann wird die Co-Fraktionschefin deutlich: „Es wird nun kein Zurück geben.”

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Offenbar wirft die Fraktionsspitze ihm mangelnde Mitarbeit vor. Schon im vergangenen Jahr habe es laut Jordan regelmäßig Ärger mit ihm gegeben. „Sie brauchen nur mal in der Bezirksdatenbank zu gucken, wie oft Herr Mennerich wirklich Anträge gestellt hat. Das war einer der Gründe für unsere Entscheidung“, sagt sie.

Wenn er sein Mandat niederlege und ein Nachrücker komme, dann nehme man diesen gern auf. „Aber einen Herrn Mennerich nicht mehr”, so Jordan. (abu)

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