Ein Junge auf Grönland

Ein Junge auf Grönland (Symbolfoto) Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

100.000 Euro für jeden Grönländer: USA wollen die Riesen-Insel kaufen

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US-Regierungsvertreter sollen ernsthaft darüber nachdenken, die Zustimmung zu einem Anschluss Grönlands an die USA mit Geld zu erkaufen. Dabei wurden Summen zwischen 10.000 und 100.000 Dollar pro Einwohner diskutiert – was das Weiße Haus bestätigte.

Bei rund 57.000 Einwohnern könnte das insgesamt fast sechs Milliarden Dollar ausmachen. Das Ziel sei nicht, die dänische Regierung zu bestechen, sondern direkt die Menschen auf Grönland zu überzeugen, sich von Dänemark zu lösen und zu den USA zu kommen, wie der „Spiegel“ zuvor berichtete.

Grönland: Einwohner wollen Unabhängigkeit, aber keine US-Übernahme

Die Mehrheit der Grönländer wünscht sich zwar mehr Unabhängigkeit von Dänemark, eine Übernahme durch die USA lehnen sie aber ab. Jens-Frederik Nielsen, Ministerpräsident der Insel, erklärte: „Genug ist genug. Schluss mit den Annexionsfantasien.“ Auch Dänemark und führende europäische Staaten betonen, dass Entscheidungen über die Zukunft Grönlands nur zwischen der Insel und Dänemark getroffen werden dürfen.

Treffen und alternative Pläne

US-Außenminister Marco Rubio werde sich mit seinem dänischen Amtskollegen treffen, um über die Pläne zu sprechen. Neben einem direkten Kauf wird auch über ein Assoziierungsabkommen nachgedacht – ganz nach dem Vorbild kleiner Pazifikstaaten. Dieses Modell würde jedoch nur gehen, wenn Grönland zuvor unabhängig von Dänemark wird.

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Präsident Trump betont den strategischen Wert der Insel. Grönland liegt geografisch günstig und hat reiche Rohstoffvorkommen. „Es ist so strategisch“, sagte er. Beobachter sehen das US-Interesse als Teil einer größeren geopolitischen Strategie, um die Präsenz im hohen Norden zu sichern.

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