Plötzlich Tempo 30 auf Pendler-Strecke: Schon Hunderte geblitzt – so geht’s weiter
Hamburgs Autofahrer reiben sich die Augen: Auf der Amsinckstraße gilt plötzlich Tempo 30 – wegen heftiger Straßenschäden nach dem Frost. Der fest installierte Blitzer ist seitdem im Dauereinsatz. Doch wann wird repariert? Auf MOPO-Anfrage schieben sich Bezirk und Verkehrsbehörde die Verantwortung gegenseitig zu.
Wegen Straßenschäden dürfen Autofahrer seit vergangenem Mittwoch nur noch mit Tempo 30 über die Amsinckstraße fahren. Angeordnet wurde das neue Tempolimit wegen massiver Schlaglöcher, die sich während des frostigen Winters gebildet hatten.
Nachdem die Stadt auch den fest installierten Blitzer neu programmiert hatte, war er am Wochenende im Dauereinsatz. Die große Frage für viele Pendler: Wann ist die Amsinckstraße wieder mit Tempo 50 befahrbar? Eine schnelle Rückkehr zur alten Geschwindigkeitsbegrenzung ist offenbar nicht in Sicht. „Die Schilder bleiben bis zur Sanierung stehen“, antwortet das Bezirksamt auf MOPO-Anfrage.
Sanierung für die Amsinckstraße geplant
Dazu muss man wissen: Für die Unterhaltung der Straße – etwa das Verschließen von Schlaglöchern – ist der Bezirk zuständig. Für die Sanierung ist die Verkehrsbehörde mit dem Landesbetrieb Brücken, Straßen und Gewässer (LSBG) verantwortlich, weil es sich um eine Hauptstraße handelt.
Das könnte Sie auch interessieren: Küchenmesser und ausflippende Väter: Eine Zugbegleiterin über ihren Alltag
Die Verkehrsbehörde bestätigte der MOPO am Montag, dass der LSBG bereits beauftragt wurde, die Amsinckstraße in mehreren Abschnitten zu sanieren. „Der Umfang der Maßnahmen und der Zeitpunkt der Sanierungen werden aktuell aber noch geprüft, dazu können wir kurzfristig noch keine Auskunft geben“, so die Behörde. Der LSBG bestätigte den Austausch mit der Behörde, betonte aber zugleich: Für die akuten Schlaglöcher sei weiterhin der Bezirk zuständig.