Ein geschlossenes Restaurant. Das Gastgewerbe in Hamburg ist besonders durch Insolvenz bedroht. (Symbolbild)

Ein geschlossenes Restaurant. Das Gastgewerbe in Hamburg ist besonders durch Insolvenz bedroht. (Symbolbild) Foto: picture alliance | CHROMORANGE / Karl-Heinz Spremberg

Pleitewelle in Hamburg und im Norden: So viele Firmen haben Insolvenz angemeldet

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Hunderte Unternehmen in Hamburg und Schleswig-Holstein haben 2025 Insolvenz angemeldet – so viele wie seit Jahren nicht mehr. In Hamburg ist besonders das Gastgewerbe mit einer überdurchschnittlich hohen Pleitequote betroffen.

Im vergangenen Jahr meldeten in Hamburg 869 Unternehmen Insolvenz an. Wie das Statistikamt Nord mitteilte, gab es seit 1999 nur in fünf Jahren mehr Firmenpleiten. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Insolvenzen um 2,4 Prozent.

In Schleswig-Holstein mussten 903 Firmen Insolvenz anmelden – der höchste Wert seit 2017, wie das Statistikamt Nord mitteilte. Zwischen 2000 und 2016 lagen die Zahlen allerdings noch höher, hieß es. Im Vergleich zu 2024 stieg die Zahl der Pleiten hier um 70 Fälle.

Pleiten in Hamburg: So viele Menschen verloren ihren Job

Mindestens 5267 Beschäftigte verloren den Angaben nach allein in Hamburg dadurch ihren Arbeitsplatz – 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig wuchsen die Verbindlichkeiten der insolventen Firmen ihren Gläubigern gegenüber um 90 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. Im Schnitt entfielen 1,6 Millionen Euro auf jedes zahlungsunfähige Unternehmen, während dieser Wert 2024 noch bei rund 867.200 Euro lag.

Besonders betroffen war das Gastgewerbe: Hier gab es 222 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen. Auch bei Finanz- und Versicherungsdienstleistungen lag die Quote über 200. Im Durchschnitt aller Branchen betrug sie 98.

Schleswig-Holstein: Diese Stadt ist besonders betroffen

Schleswig-Holstein verzeichnet hingegen mindestens 6398 Beschäftigte, die den Angaben nach ihren Arbeitsplatz durch die Insolvenzen verloren – 6,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch hier wuchsen die Schulden der insolventen Firmen ihren Gläubigerinnen und Gläubigern gegenüber, allerdings „nur“ um 44 Prozent auf rund 870 Millionen Euro. Im Schnitt entfielen 963.900 Euro auf jedes zahlungsunfähige Unternehmen.

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Die meisten Insolvenzen verzeichneten die Kreise Pinneberg und Stormarn mit jeweils 100 Verfahren. Am stärksten betroffen war jedoch die kreisfreie Stadt Flensburg, die mit 128 Insolvenzen pro 10.000 Unternehmen die höchste Quote aufwies. Landesweit lag diese bei 80. (dpa/js)

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