Pkw-Verbot! Wer hier einziehen will, muss unterschreiben, dass er kein Auto hat

Die neuen SAGA-Häuser in Georgswerder sind schon fast fertig.
Die neuen SAGA-Häuser in Georgswerder sind schon fast fertig.

Wird das in Zeiten der Verkehrswende jetzt Schule machen? Bei der SAGA gehen demnächst 58 begehrte Wohnungen in einem kleinen Neubaugebiet in die Vermietung. Zu den Mietshäusern gehören aber keine Parkplätze. Wer hier einziehen will, der muss der SAGA im Mietvertrag unterschreiben, dass er kein Auto hat und das auch so bleibt. Dafür gibt es besonders viele Parkflächen für Fahr- und Lastenräder.

Obstbäume und kleine Wassergräben – das Neubaugebiet „Georgswerder Kirchenwiese“ ist wunderschön angelegt. Es geht vom Niedergeorgswerder Deich in Georgswerder, einem Ortsteil in Wihelmsburg ab und schließt an eine kleine Wohnbebauung am Langenhövel an. Wenn nicht überall das Rauschen von Autobahn und Zügen zu hören wäre, könnte man denken, dass man auf dem Land ist und Hamburg weit weg.

Vermietung startet für neue Wohnungen in Georgswerder

Rundherum befinden sich Schrebergärten, über einen kleinen Fußweg geht es vom Wohngebiet an die Dove Elbe. Gleichzeitig ist die Hamburger City mit öffentlichen Verkehrsmitteln in nur 15 Minuten zu erreichen und auch fürs Auto ist das Gebiet sehr gut angeschlossen. Ob sich ein Parkplatz findet, ist natürlich eine andere Frage. Die 190 Wohneinheiten entstehen ganz bunt gemischt in Form von Einfamilienhäusern, Reihen- und Doppelhäusern plus Mietshäuser.

Von den 100 geplanten Mietwohnungen baut die städtische SAGA etwas mehr als die Hälfte. Die zwei Rotklinkergebäude sind schon weit fortgeschritten und Interessenten können sich von außen gut einen Eindruck verschaffen. Die 58 Neubauwohnungen mit zwei bis fünf Zimmern werden ab Mitte Februar 2026 bezugsfertig sein. Weil sie öffentlich gefördert sind, ist ein Wohnberechtigungsschein nötig, der an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden ist.

Allerdings gibt es keine Parkplätze für die Wohnungen und auch im gesamten Baugebiet sind für die Bewohner keine eingeplant. Von einem SAGA-Sprecher heißt es: „Die Wohnungen richten sich an Menschen, die keinen eigenen Pkw besitzen.“ Das werde Interessenten vor Vertragsabschluss sehr genau erläutert und im Mietvertrag festgehalten. Stattdessen gibt eine Car-Sharing-Station sowie Stellplätze für 20 Lastenräder und rund 140 Fahrräder. Die Besucher dieser Mieter könnten aber die öffentlichen Parkplätze im Wohngebiet nutzen.

Die SAGA ist derzeit nach eigenen Angaben in Gesprächen mit Grundstücksnachbarn, um womöglich weitere gemeinschaftliche Lösungen zu finden.

Wohngebiet Kirchenwiese Georgswerderr
So sah das Neubaugebiet im Sommer 2023 aus, mittlerweile sind erste Häuser im Bau.

Auf Nachfrage heißt es vom SAGA-Sprecher außerdem, dass die Vermietung Ende November startet. Die Wohnungen sind mit staatlicher Förderung entstanden und kosten 7,25 Euro je Quadratmeter. Leider ist es wie immer bei der SAGA nicht möglich, sich direkt für eine bestimmte Wohnung vor Ort zu bewerben, der Weg führt über die Website www.saga.hamburg/neubau.

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In dem vielseitigen neuen Quartier sind auch drei Baugemeinschaften am Start. Außerdem entsteht eine neue Kita als Ergänzung zur bereits bestehenden Kita „Deichpiraten“. Direkt an der Rahmwerder Straße ist eine Schule, die noch einen Neubau erhält, vor einigen Jahren wurde außerdem ein neuer Quartiersplatz gestaltet. Lebensmittelmärkte und andere Nahversorgung gibt es vor Ort derzeit nicht. Aber in eines der SAGA-Häuser zieht zumindest das inklusive „Café Onkel Georg“ der Alsterdorf-Assistenz ein.