Pizza-Trend in Hamburg: Bei „Bolle“ gibt’s Döner – aber italienisch!
Vor einem rot-blauen Container stehen die Hamburger seit neuestem Schlange. Nach wenigen Stunden ist hier oft schon alles ausverkauft. Drei Freunde haben an den Messehallen den Pop-up-Laden „Bolle“ eröffnet. Auf der Karte steht ein neuer Food-Trend: Gefüllte Pizza-Taschen, die an einen italienischen Döner erinnern. Die MOPO verrät, wer hinter der Idee steckt und was den Snack so besonders macht.
Dass seine Idee so gut ankommt, damit hat John Drewes nun auch nicht gerechnet. Vor seinem neuen Pop-up-Laden „Bolle“, einem umgebauten Schiffscontainer unter dem Fernsehturm, bilden sich regelmäßig lange Schlangen. Hier, in der Karolinenstraße 45 (St. Pauli), verkauft der 32-Jährige „Panuozzi“. Die Pizza-Sandwiches, ein Streetfood aus Neapel, erleben durch Social Media derzeit einen Trend.
„Nach drei Stunden mussten wir in der Regel zu machen, weil nichts mehr da war“, sagt er. 150 Stück würden täglich weggehen. Nun solle ein weiterer Mitarbeiter für Unterstützung sorgen.
Neu auf St. Pauli: Beim Pop-Up „Bolle“ gibt es „Panuozzi“
„Die ,Panuozzi’ sind Pizza-Taschen, die mit frischen Zutaten gefüllt werden und ähnlich zu essen sind wie ein Döner“, sagt Drewes. Dafür zieht er den Pizzateig etwas in die Länge, bestreicht ihn mit Olivenöl, faltet ihn zusammen und backt ihn so im Pizza-Ofen. „Durch das Öl lässt sich die Tasche nach dem Backen aber wieder einfach auseinander klappen und mit frischen Zutaten belegen“, erklärt er.
Am beliebtesten sei das „Panuozzo Caprese Lemon“: Darauf kommen ein Tomatensalat mit Zitronensaft, Burrata, Pinienkernen und Chili-Öl. Auch begehrt sei das „Pastrami“ mit zerlaufenem Käse, hausgemachtem Coleslaw und gepökeltem Rindfleisch. Es geht aber auch ausgefallen – mit Pfirsich, Petersilie, Pinienkernen und Büffel-Mozzarella.
Das Besondere an seinen Pizza-Sandwiches sei der „Biga-Teig“, den Drewes und sein Team über zwei Tage herstellen: „Dabei fermentiert die Hefe. Das macht den Teig besonders fluffig, geschmacksintensiv und bekömmlich.“ Das Schöne sei auch, dass die „Panuozzi“ eine heiße, volle Mahlzeit seien, die man aber unterwegs auf der Hand essen kann.
Eigentlich arbeitet John Drewes als Kreativer in einer Werbeagentur. „Privat habe ich mich aber intensiv mit Pizza auseinandergesetzt. Das war quasi mein Corona-Hobby“, sagt er zur MOPO. Er war auch in Neapel unterwegs und hat an seinem perfekten Pizza-Teig gefeilt. Als ihm dann der ,Panuozzo’-Trend bei TikTok begegnet ist, entstand die Idee mit dem eigenen Laden. „Dafür habe ich mich mit zwei Freunden zusammengetan, die Erfahrungen in der Gastro-Branche haben.“
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9,50 bis 15 Euro kosten die „Panuozzi“, gezahlt werden kann nur mit Karte. Geöffnet ist Dienstag bis Donnerstag von 12 bis 15 und von 17 bis 20 Uhr. Freitag und Samstag soll der Container künftig von 17 bis 22 Uhr offen sein.
Das Pop-Up ist noch bis Ende Oktober vor Ort. Doch: Falls die Begeisterung der Gäste sich hält, seien eventuell auch feste Läden an anderen Orten geplant.