Party-Ärger, Lärm, Müll: Dieses Kiez-Projekt wird nach Altona ausgeweitet
Herumliegender Müll, laute Barbesucher und Streitereien auf der Straße sorgen seit Jahren für Konfliktpotenzial auf dem Kiez. Deswegen wurde 2024 erstmals ein Nachtbeauftragter für St. Pauli eingesetzt. Ein Erfolgsprojekt, das nun ausgeweitet werden soll.
In einer Pressemitteilung der Koalition aus SPD, Grünen und FDP in Hamburg-Mitte heißt es: „Der Nachtbeauftragte für St. Pauli hat sich im vergangenen Jahr als wirksames Instrument der präventiven Konfliktbearbeitung etabliert“. Durch persönliche Ansprache, niedrigschwellige Kommunikation und kontinuierlichen Austausch trage er dazu bei, Spannungen zwischen Anwohnenden, Nachtkultur, Gastronomie und Verwaltung frühzeitig aufzugreifen und zu entschärfen.
Der Nachtbeauftragte soll dabei nicht als „Stadtteil-Sherrif“ agieren, sondern vermitteln, verständigen und nach gemeinsamen Lösungen suchen. Weil die bisherigen Erfahrungen mit dem Nachtbeauftragten auf St. Pauli Sascha Bartz durchweg positiv waren, wurde das Projekt nicht nur verlängert. Die Bezirksversammlung in Hamburg-Mitte hat darüber hinaus beschlossen, das Projekt auszuweiten. Gemeinsam mit dem Bezirk Altona soll es in einem bezirksübergreifenden Modellprojekt weiterentwickelt und fortgeführt werden.
Konflikte machen an Bezirksgrenze nicht Halt
Denn gerade zwischen Hamburg-Mitte und Altona überschneiden sich Quartiere, Besucherströme und Problemlagen, heißt es in der Mitteilung weiter. „Wenn Probleme früh aufgegriffen werden, eskalieren sie oft gar nicht erst“, sagt Stefan Abreu de Sousa, Abgeordneter für St. Pauli (SPD). „Mit dem bezirksübergreifenden Projekt mit Altona bauen wir auf diesen Erfahrungen auf und sorgen dafür, dass bewährte Lösungen auch über Bezirksgrenzen hinweg wirken.“ Mit dem beschlossenen, sechsmonatigen Modellprojekt reagiere die Bezirksversammlung somit auf die Realität, dass nächtliche Nutzungskonflikte nicht an der Bezirksgrenze Halt machen.
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Bei der Umsetzung werden die Bezirksämter Hamburg-Mitte und Altona zusammenarbeiten. Der zukünftige Nachtbeauftragte soll in einem erweiterten Gebiet arbeiten und dabei Themen aufgreifen, die beide Bezirke betreffen. Hamburg-Mitte beteiligt sich mit einem Drittel an den Projektkosten und stellt dafür Sondermittel in Höhe von 20.000 Euro bereit. (mp)
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