Hamburg

Panoramablick: Eintritt in die Elbphi könnte bald Geld kosten

Touristen auf der Plaza der Elbphilharmonie in Hamburg, Fassade im Abendlicht.
Die Aussichtsplattform rund um Elphi kann aktuell kostenlos besucht werden.

Die Stadt Hamburg erwägt, doch Eintritt für die Plaza der Elbphilharmonie zu nehmen. Wie viel Geld der Panoramablick künftig kosten könnte.

Die Rolltreppe hochfahren und gratis einen unverwechselbaren Ausblick auf Hamburg genießen – aber wie lange noch? Schon ewig wird in der Hamburger Politik darüber diskutiert, ob der Eintritt zur Plaza der Elbphilharmonie künftig Geld kosten soll. Kultursenator Carsten Brosda (SPD) hatte zuletzt den Kostendruck als Grund genannt. 

Bekannt ist, dass die Frage über ein Eintrittsgeld Teil der aktuellen Haushaltsverhandlungen des Senats ist. „Wir haben immer gesagt, dass die Plaza nur bis auf Weiteres eintrittsfrei bleibt“, sagte Senator Brosda kürzlich in einem Interview des NDR. Hamburg müsse momentan 3,6 Millionen Euro aus der Kultur- und Tourismustaxe dafür einsetzen, dass der Zugang zur Plaza kostenlos ist. 

Eintritt in die Elbphilharmonie soll künftig Geld kosten

Laut NDR sollen Besucher deshalb künftig fünf Euro zahlen. Feststehen soll wiederum noch nicht, ob das sowohl für Touristen als auch für Hamburgerinnen und Hamburger gilt.

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Die Kulturbehörde will das auf Nachfrage nicht bestätigen, Sprecher Enno Isermann verweist auf die noch laufenden Haushaltsverhandlungen. Offiziell beschlossen sei derzeit nichts. Nach aktuellen Planungen wird der neue Haushalt Ende Juni beschlossen.

Linke kritisiert Eintrittspläne für Elbphilharmonie

„Dass hier versucht wird, aus einem Ort für alle Geld für die Stadtkasse herauszuholen, ist eine absolute Unverschämtheit“, kritisiert Marie Kleinert von den Linken aus Hamburg-Mitte. „Mit dem Bau der Elbphilharmonie war damals ein Versprechen verknüpft, dieses Haus für alle zugänglich zu machen. Das muss selbstverständlich auch für die Plaza gelten! Wir alle haben die Elbphilharmonie schließlich längst mit unseren Steuergeldern bezahlt.“

Auch Dietrich Wersich von der CDU hält nichts von möglichen Eintritts-Plänen. „Hat der Senat Familien und Menschen mit geringem Einkommen aus dem Blick verloren?“, fragt er. Es gebe zwar nachvollziehbare Gründe, die Kosten nicht allein durch den Hamburger Steuerzahler zu finanzieren, sondern auch die Besucher zu beteiligen – „aber mit fünf Euro pro Person schießt der Senat weit über das notwendige Maß hinaus.“ (aba)

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