Die Visualisierung zeigt die geplante Bebauung des ehemaligen Esso-Häuser-Areals und des Paloma-Viertels an der Reeperbahn.

Die Visualisierung zeigt die geplante Bebauung des ehemaligen Esso-Häuser-Areals und des Paloma-Viertels an der Reeperbahn. Foto: SKAI Siemer Kramer Architekten Ingenieure

Paloma-Viertel bekommt neuen Namen: Das ist jetzt alles geplant

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Vor mehr als zehn Jahren wurden die „Esso-Häuser“ abgerissen, seitdem prangt am Spielbudenplatz auf St. Pauli eine große Baulücke. Das soll sich bald ändern: Immobilienentwickler Quantum gab kürzlich bekannt, dass schon im April mit dem Bau eines neuen Viertels begonnen wird. Bisher war das Neubauprojekt unter dem Namen „Paloma-Viertel“ bekannt, das soll sich nun ändern – und es gibt weitere Neuigkeiten.

„Kiezkante“ soll das neue Viertel auf dem Kiez künftig heißen. Warum die Umbenennung? „Weil es für uns nicht mehr passte“, sagt eine Sprecherin von Quantum auf MOPO-Anfrage. Was bisher über das Projekt bekannt ist: Geplant sind 164 öffentlich geförderte Wohnungen und ein Hotel mit 350 Zimmern. Das „Abendblatt“ berichtete zuerst.

Hamburg: Paloma-Viertel heißt jetzt Kiezkante

Ein weiteres Gebäude steht für die Kultur- und Clubszene zur Verfügung und wurde bereits an die Hamburg Kreativ Gesellschaft vermietet. Auf sieben Etagen sind Flächen für kreative Nutzungen vorgesehen. Zusätzlich soll es im Erd- und Untergeschoss Platz für einen Livemusik-Club geben.


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Im vergangenen Jahr hatte das „Jupiter“, ein Ort für kreative Zwischennutzung im ehemaligen Karstadt-Sport an der Mönckebergstraße, geschlossen. Ein zweites „Jupiter“ soll das neue Projekt aber nicht werden: „Die Nutzungen in der neuen Immobilie an der Reeperbahn sind langfristig angelegt und nicht als Zwischennutzung geplant“, sagt ein Sprecher der Kreativ Gesellschaft. „Hinzu kommt die sehr unterschiedliche Gebäude- und Raumstruktur des Kaufhauses, die einen sehr großen Einfluss auf die Nutzungsmöglichkeiten gehabt haben.”

Hier auf St. Pauli, wo früher die Esso-Häuser standen, soll bald das Paloma-Viertel entstehen. picture alliance/dpa | Niklas Graeber
Paloma-Viertel
Hier auf St. Pauli, wo früher die Esso-Häuser standen, soll bald das Paloma-Viertel entstehen.

Neu in der „Kiezkante“ wird auch ein eigenes Gastro-Konzept namens „Goorille“ sein, das im Erdgeschoss eines weiteren Gebäudes mit mexikanischem Flair verbreiten soll. Gebaut werden die Häuser im Energieeffizienzstandard mit geringem Energiebedarf.

Abriss der „Esso-Häuser“ auf St. Pauli

Zu Detailfragen, etwa um welchen Förderweg es geht, hält sich Quantum noch bedeckt – wohl in Anbetracht der bewegten Geschichte des Geländes. Zunächst hatte die Bayrische Hausbau das Gelände 2009 samt der „Esso-Häuser“ – benannt nach der berühmten Kiez-Tankstelle – erworben. Doch bald wurde klar, dass die Gebäude extrem marode sind. Wenige Jahre später mussten die Bewohner über Nacht ihre Häuser wegen Einsturzgefahr verlassen.

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Gemeinsam mit den Anwohnern waren Pläne für das neue „Paloma-Viertel” an dieser Stelle entwickelt worden, doch nichts geschah. 2024 verkaufte die Bayrische Hausbau das Areal überraschend an das städtische Wohnungsunternehmen SAGA und den Immobilienentwickler Quantum. Beide Unternehmen versprechen, einen Schwerpunkt auf soziale Nachhaltigkeit und kulturelle Nutzung zu setzen.

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