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Orga-Chef bleibt optimistisch: Warum der Hamburg Marathon stattfinden soll

Fast alle Großveranstaltungen in Hamburg wurden wegen der Corona-Krise bereits abgesagt, bis zum 31. August wurde das entsprechende Verbot vorerst verlängert. Einer bleibt trotzdem optimistisch: Frank Thaleiser arbeitet mit seinem Team mit Hochdruck an der Organisation für den Hamburg Marathon am 13. September. Anfang August soll die endgültige Entscheidung fallen, ob die Laufveranstaltung stattfinden kann – und vor allem wie.

Orga-Chef Frank Thaleiser macht eine klare Ansage: „Wir haben eine Veranstaltungsgenehmigung für den 13. September. Solange sich daran von Amts wegen nichts ändert, planen wir weiter“, sagt er in einem Interview mit „Runner’s World“. Der Termin wurde bereits vom April in den September verschoben. Schon jetzt ist klar: In der Größenordnung der vergangenen Jahre wird der Marathon wohl nicht stattfinden. 

Hamburg Marathon trotz Corona? Orga-Chef bleibt optimistisch

„Für den Hamburg-Marathon kann ich mir letztlich viele Szenarien vorstellen, aber ich bin dafür, ganz ruhig und sachlich die nächsten zwei Monate abzuwarten und zu schauen, welche Entscheidungen da getroffen werden“, sagt der Orga-Chef weiter. Auch die Begrenzung der Teilnehmerzahl könne er sich vorstellen, schließlich habe man da bereits mit dem Köhlbrandbrückenlauf Erfahrung. Der Lauf wäre sogar abriegelbar und könnte damit ohne Zuschauer stattfinden.

Frank Thaleiser ist Geschäftsführer der Marathon Hamburg GmbH.

Frank Thaleiser ist Geschäftsführer der Marathon Hamburg GmbH.

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picture alliance / Christophe Ga

Einen Vorteil sieht Frank Thaleiser auch darin, dass in Hamburg viele Läufer am Wettkampftag an- und abreisen können. Die Situation sei damit anders als beispielsweise in Berlin, wo der diesjährige Marathon bereits abgesagt wurde. „Der Berlin Marathon hat eine andere Größenordnung als wir, der ist gewissermaßen wie das Oktoberfest unter den deutschen Laufveranstaltungen“, sagt der Orga-Chef für Hamburg.

Hamburg Marathon 2020: Absage wäre problematisch

Je nach Solidarität der Teilnehmer könnte die Absage des Hamburg Marathons für die Veranstalter problematisch werden. „Wenn alle Teilnehmer ihre Startgebühr zurückhaben wollen, überlebt das kein Veranstalter“, erklärt Thaleiser. Mit einer Gutscheinlösung würde das Problem nur verschoben, aber nicht behoben werden. 

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Ein weiteres Problem seien auch die vielen kleinen Unternehmen, die an einer Laufveranstaltung mit dranhängen wie Ansager, Absperrgitter-Aufbauer oder Caterer. „Wir müssen jetzt schon überlegen: Welcher Dienstleister ist im September noch auf dem Markt? Meine große Befürchtung ist, dass wir nächstes Jahr eine andere Veranstalter-Landschaft haben werden“, so Frank Thaleiser.

Hamburg Marathon Aktion zeigt: Laufen beliebt wie nie 

Trotz der Probleme bei der Planung bleibt der Organisator optimistisch – denn viele Läufer bleiben es auch. Am 19. April, wo der Hamburg Marathon hätte stattfinden sollen, hätten viele an der #runyourownblueline-Aktion teilgenommen, ihren privaten Lauf absolviert und sich für die Aktion bedankt. Frank Thaleiser: „Das hat mir gezeigt, wie nah wir am Läufer sind und wie wichtig es ist, Optimismus zu verbreiten.“

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