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Norderelbbrücke: Kontrolle sorgt für Mega-Staus

1963 wurde die Norderelbbrücke erbaut.

1963 wurde die Norderelbbrücke erbaut. Ob sie die Last des heutigen Verkehrs noch sicher trägt, muss regelmäßig überprüft werden.

Foto:

Neff

Hamburgs Autofahrer brauchten am Wochenende wieder starke Nerven. Wegen Brückenarbeiten auf der A1 und der A7 kam es zu kilometerlangen Staus. Noch in diesem Monat stehen die nächsten Brückenuntersuchungen an...

Die Autos standen Stoßstange and Stoßstange. Nur zwei der drei Spuren auf der Norderelbbrücke der A1 waren am Wochenende jeweils frei. Außerdem war die Auffahrt zur A255 gesperrt. Von Freitag- bis Sonntagabend ging auf dieser Autobahn daher nur sehr wenig. Zwischen dem Kreuz Ost und Harburg staute es sich in südlicher Richtung auf 20 Kilometern, in nördlicher Richtung in der Spitze auf immerhin noch 14 Kilometern. „Die gesamten drei Tage war die Lage auf der A1 sehr statisch“, so ein Sprecher der Verkehrsleitzentrale. 

Grund war eine   „Sichtprüfung“ der 1963 erbauten und 1987 erweiterten Norderelbbrücke. Die Pläne gab es laut Senat schon vor dem Brücken-Drama von Genua.  Es  sollte geprüft werden, ob die Brücke  noch  das aushält, was sie heutzutage aushalten muss: Täglich rollen  117000 Autos über die Brücke, dazu etliche Schwertransporte. Viel mehr und schwerere Fahrzeuge, als  vor 30 Jahren zu erwarten waren.

60 Arbeiter schufteten die drei Tage lang in zwei Schichten. Für die Inspektion  wurden sechs der bundesweit nur neun vorhandenen „Untersichtbrücken“ eingesetzt. Die wendigen Teleskopkräne ermöglichten den Arbeitern die Sicht auf die Fahrbah-Außenseite und die Brückenkonstruktion. 

Im September gehen die Maßnahmen dann weiter: Dann werden die mittleren Streifen gesperrt und die Brückenmitte untersucht.

Auch auf der A7 kam es das ganze Wochenende zu erheblichen Einschränkungen. Dort staute es sich wegen Asphaltierungs-Arbeiten an der Hochbrücke Elbmarsch an der Ausfahrt Hausbruch über 22 Kilometern. Zwischen Quickborn und Hausbruch ging Richtung Süden nichts mehr. 

Gen Norden war es   „besser“ – da staute es sich in der Spitze auf  14 Kilometern. Gestern gab’s sogar laut Leitzentrale „keinen Stau“.