„NOlympia“ startet Kampagne vor wichtiger Abstimmung in der Bürgerschaft
Olympische Spiele sind nichts für Hamburg – davon ist die Initiative „NOlympia“ überzeugt. Jetzt hat sie eine Kampagne gegen die Bewerbung um das Sportereignis gestartet. Ihre Argumente: zu groß, zu teuer, zu intransparent. Damit ihre Kritik auch in den Wahlunterlagen für das Referendum zu lesen ist, wollen die Gegner jetzt fleißig Unterschriften sammeln.
„Olympische Spiele bringen mehr Probleme als Zukunftschancen“, sagt Clara Ihring von „NOlympia“. Hamburg habe zum Beispiel die finanziellen Möglichkeiten gar nicht, findet der Sprecher der Initiative, Eckart Maudrich. Auch die feste Zusage des Bundes, Geld zuzuschießen, überzeugt die Gegner nicht. Es bleibe noch zu viel Restrisiko.
In der Bürgerschaft soll am Mittwoch das Olympia-Referendum beschlossen werden. Dann dürfen am 31. Mai alle Hamburger darüber abstimmen, ob sie die Spiele in der Stadt wollen.
Um seine Broschüre in die Abstimmungsunterlagen für das Referendum zu bekommen, will das Bündnis „NOlympia“ von Ende Januar an innerhalb von drei Wochen 10.000 Unterschriften sammeln. Bereits an diesem Freitag ist im Centro Sociale in der Sternschanze um 18 Uhr eine Kick-off-Veranstaltung zum Kampagnenstart geplant.
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Die Initiative war schon 2015 aktiv, als beim damaligen Referendum über Olympische Spiele 2024 eine Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger das Sportgroßereignis ablehnte. „Wir sind sehr zuversichtlich, denn die Leute, die letztes Mal dagegen gestimmt haben, sind noch da“, sagt Maudrich. (abu/dpa)
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