„Nichts bleibt für immer“: So emotional verabschiedet sich Hamburgs „Schnee-Banksy“
Ein feuerspeiender Drache, das wohl bekannteste Pokémon der Welt, ein Totenkopf: Mit seinen Werken begeistert Hamburgs „Schnee-Banksy“ seit Wochen das Internet. Doch nun schmilzt der Schnee – und mit ihm die Kunst. Zeit nun, Abschied zu nehmen. Für wie lange?
Mitten im winterlichen Hamburg tauchte auf dem Dach des Elbe Einkaufszentrums (EEZ) in Osdorf plötzlich ein gigantischer Drache auf, der allein mit Fußspuren in den Schnee gezeichnet worden war. Aus der Vogelperspektive gefilmt, ging das Werk binnen kürzester Zeit viral und begeisterte Hunderttausende Menschen.
Der Schneekünstler selbst meldete sich unter dem Pseudonym @unkreativer_zopf auf Instagram und TikTok zu Wort. „Ja, ich bin der, der den Drachen gezeichnet hat“, schrieb er und veröffentlichte ein Video aus nächster Nähe als Beweis. Der plötzliche Hype habe ihn sogar dazu gebracht, sich eigens auf beiden Plattformen anzumelden. Auch das „Elbe Einkaufszentrum“ würdigte den Künstler mit einem eigenen Instagram-Post.

Auch der Mann hinter dem viralen Video, der unter dem Namen „070erzo“ bekannt ist, zeigte sich überwältigt von der Resonanz. Ursprünglich wollte er nur Künstler und Kunstwerk filmen und das mit ein paar Menschen teilen. Stattdessen entwickelte sich das Video zu einem Social-Media-Phänomen.
„Nichts bleibt für immer – genau das ist das Besondere an diesen Kunstwerken“
Inzwischen schmilzt der Schnee rapide – und damit auch die Kunstwerke. Um die letzten Momente festzuhalten, hat der Videomacher erneut Fotos und Videos mit der MOPO geteilt. „Jetzt kann man sie noch einmal gut sehen, aber wer weiß, wie lange noch“, schreibt er. Es sei Zeit, Abschied zu nehmen, denn „nichts bleibt für immer – genau das ist das Besondere an diesen Kunstwerken“.
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Beide bedanken sich ausdrücklich bei den Medien dafür, „dass das Kunstwerk von vielen Menschen gesehen und geteilt wurde. Es war uns eine Freude, das mit der Welt zu teilen“.

Ob weitere Werke folgen, bleibt offen. Oder wie es die Künstler formulieren: „Mal schauen, was die Zukunft noch hergibt.“ Wir dürfen gespannt sein. Schnee ist jedenfalls vorerst nicht in Sicht.
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