Auch bei Migranten beliebt: Die AfD feierte zuletzt viele Wahlsiege – wie bei der Bundestagswahl im Februar (Foto). Foto: Soeren Stache/dpa

paid„Nicht überraschend“: Experte erklärt, warum immer mehr Migranten die AfD wählen

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Sie wählen die Partei oder kandidieren selbst: Trotz ihres migrationskritischen Programms legt die AfD bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte zu. Warum das kein Widerspruch ist, aus welchen Ländern die meisten Anhänger der Partei kommen und warum der Begriff „Remigration“ viele nicht abschreckt, erklärt der Politikwissenschaftler Benjamin Höhne.

Die AfD eilt von Erfolg zu Erfolg – längst nicht mehr nur im Osten. Auch in Westdeutschland ist sie inzwischen fest verankert. Und darüber hinaus wird die Partei in einer Wählergruppe immer beliebter, bei der man es nicht unbedingt erwartet: Migranten. Deutlich wurde das Mitte September in Nordrhein-Westfalen. Dort landete die AfD bei den Integrationswahlen in mehreren Ruhrgebietsstädten auf dem zweiten Platz, in Hagen sogar auf dem ersten.

Benjamin Höhne ist Politikwissenschaftler an der TU Chemnitz. Im Interview erklärt er, was eine Partei, die in Teilen gesichert rechtsextrem ist und gegen Vielfalt agitiert, attraktiv für Menschen mit Einwanderungsgeschichte macht. Und auch, was das für die anderen Kräfte bedeutet.

SHZ: Herr Höhne, immer mehr Menschen mit Migrationsgeschichte tendieren zur AfD. Laut einer repräsentativen Umfrage der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung könnte sich sogar jeder Fünfte vorstellen, die Partei zu wählen. Überrascht Sie das?

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