Karen Pein (SPD), Senatorin für Stadtentwicklung

Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) erklärt die interaktive Karte bei der Eröffnung. Foto: Annika Ehlers

„Hamburg ist extrem gut angebunden, aber es gibt wenig Orte, wo man sich trifft“

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Wo fühlen sich Jugendliche in Hamburg am wohlsten – und wo fehlt ihnen etwas? Diese Frage steht im Mittelpunkt des neuen digitalen Beteiligungsprojekts „Deine Orte in Hamburg“, das die Stadt am Montag im „Urbaneo“ gestartet hat.

Das Zentrum der neuen Jugend-Initiative bildet ein digitaler Touchtable im Gebäude des „Urbaneo“. In dem Architektur-Center für Jugendliche in der HafenCity können Kinder und Jugendliche ihre Lieblingsorte und Problemstellen auf einer Stadtkarte markieren.

Klassen können vor Ort oder per QR-Code direkt aus dem Klassenzimmer mitmachen. Grundlage der interaktiven Karte sind offene Datensätze der Stadt, sodass die Jugendlichen nicht nur ihre eigene Nachbarschaft erkunden, sondern auch andere Quartiere kennenlernen können.

Senatorin Pein will Teilhabe verbessern

Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD) sieht das Projekt besonders als spielerische Möglichkeit, Jugendliche in die Stadtplanung einzubeziehen. Sie wollte von den Schülern wissen: „Was brauchen Menschen eigentlich in Zukunft?“

Die Antworten waren deutlich. Bei den Lieblingsgegenden der Jugendlichen tauchten mehrfach Stadtteile wie Eppendorf, die Hoheluftchaussee oder der Winterhuder Marktplatz auf – vor allem wegen der vielen Parks und Grünflächen. Für viele der anwesenden Schüler steht dabei eine einfache Forderung im Mittelpunkt: mehr Orte, an denen man nicht nur vorbeigeht, sondern gern bleibt.

Schüler fordern mehr Parks und Begegnungsorte

Ludwig (14) plädierte für „mehr Eppendorf-Park-mäßige Räume“, also kleine Parks zwischen den Häusern. Moritz (16) aus Stellingen vermisst in seinem Stadtteil Cafés und Treffpunkte: „Wo man sich mit anderen Leuten aufhalten kann – das fehlt.“

„Hamburg ist extrem gut angebunden, aber es gibt wenig Orte, wo man sich trifft“, sagte Katharina (16). Sie wünscht sich mehr Grünflächen, offene Sportplätze und Vereine, „die nicht so ein elitärer Ort sind“. Als positives Beispiel nannte Leon (15) den Weg rund um die Außenalster: ruhig, mit guter Aussicht und vielen Menschen, die sich dort aufhalten.

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Ziel des Projektes ist es, die Perspektiven junger Menschen sichtbar zu machen und stärker in die Stadtentwicklung einzubeziehen. Die Kooperation zwischen der Behörde und dem „Urbaneo“ ist auf zwei Jahre angelegt. Anschließend werden die Ergebnisse dann im Herbst 2027 der Politik als Impulse übergeben.

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