Neuer Gastro-Geheimtipp: Sternekoch übernimmt Kirchen-Café – das ist geplant
Für sein neues Lokal hat sich Sternekoch Marc Mueller einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht: Er hat das Kirchen-Café der Gemeinde Stellingen übernommen. In seinem „Pastorale“ gibt es tagsüber günstigen Mittagstisch und abends gehobene Küche. Der MOPO hat er verraten, womit er seine Gäste begeistern möchte.
„Es ist ein Ort, der einen zur Ruhe kommen lässt“, sagt Marc Mueller. „Mit viel Grün vor der Tür und der Kirche nebenan.“
Der 52-Jährige hat das Café der Kirchengemeinde Stellingen übernommen. Und das passierte durch einen Zufall: „Ich hatte mein eigenes Traugespräch vor Ort“, sagt er zur MOPO. „Der Pastor hat mich gefragt, ob ich einen Koch kenne, der das Café betreiben möchte. Er wollte es verpachten.“ Nach Gesprächen mit seiner zukünftigen Frau stand für Marc Mueller fest: „Ich mache das selbst!“
„Pastorale“ in Hamburg: Tagsüber Café, abends gehobenes Restaurant
Seit einer Woche gibt es im „Pastorale“ (Molkenbuhrstraße 8) tagsüber Kaffee und Kuchen und zwei bis drei Mittagstischgerichte (ab 9,90 Euro) – wie Fusilli mit cremiger Pestosoße, Kürbissuppe oder gegrillten Blumenkohl, italienisch zubereitet. Hier gibt es, mit wenigen Ausnahmen, nur vegetarische und vegane Speisen. „Ich habe eine Leidenschaft für italienische Gerichte“, so Mueller. Samstags können die Gäste bei ihm bis 15 Uhr frühstücken.
Ab dem 12. März gibt es im „Pastorale“ dann abends gehobene Küche. „Mir war es wichtig, dass ich abends dann auch meine eigentliche Küche machen kann“, so Marc Mueller. Das Drei-Gänge-Menü kostet zum Auftakt 39 Euro, danach 59 Euro. Die Gäste können aber auch Gerichte à la carte bestellen (Hauptgerichte ab 28 Euro). So stehen zum Beispiel Linsen mit Trüffel oder Fenchel im Salzteig auf der Karte.
16 Plätze hat das Kirchen-Café. „Der Name ist an die einfache Küche der Abruzzen angelehnt. Man nennt sie auch pastorale Küche“, erklärt Marc Mueller. In der Region in Mittelitalien, in der es viele Hirten gibt, werden rustikale, ländliche, oft scharfe Gerichte gegessen.
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Seine Sterne erkochte Marc Mueller am Tegernsee und in Stuttgart. Seit 2017 lebt er in Hamburg. 2019 kochte er im „Santé“ in Eimsbüttel, das aber aus wirtschaftlichen Gründen schließen musste. Zuletzt arbeitete er drei Jahre lang als Küchenchef im Business-Lunch-Restaurant „Table Dot“ in der Altstadt. Der 52-Jährige: „Ich hatte schon länger den Wunsch, mich selbstständig zu machen.“