Neuer Chef, ein Mega-Abriss und Spielplätze: Das passiert 2026 im Bezirk Eimsbüttel

Für die Baustelle an der Osterstraße wurde der gesamte Verkehr lahmgelegt.
Für die Baustelle an der Osterstraße wurde der gesamte Verkehr lahmgelegt.

Eimsbüttel ist mit seinen 277.656 Einwohnern der am zweitdichtesten besiedelte Bezirk Hamburgs. Mit seinen zentralen Stadtteilen Eimsbüttel, Rotherbaum, Harvestehude, Hoheluft-West, Lokstedt, Niendorf, Schnelsen, Eidelstedt und Stellingen gehört er zudem zu den beliebtesten Wohngegenden. Umso mehr wird hier auch gebaut, saniert und umgestaltet – auch im Jahr 2026.

Das Jahr beginnt schon am 1. Januar mit einer Änderung: Der neue Bezirksamtsleiter tritt sein Amt an! Nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags hatten sich Grüne und SPD auf den parteilosen Diplom-Verwaltungswirt Christian Zierau aus Kiel geeinigt.

Aktuell ist Christian Zierau Stadtrat in Kiel (Archivbild).
Aktuell ist Christian Zierau Stadtrat in Kiel (Archivbild).

Die größte Baustelle Eimsbüttels befindet sich in der Osterstraße. Dort wird seit dem 5. August 2024 eine neue Fernwärmeleitung verlegt. Einzelhändler leiden seitdem unter den Straßensperrungen, welche die Kundenströme ausbremsen. Ein bisschen müssen sie noch durchhalten: Bis voraussichtlich Frühling dauert die Fertigstellung der Schachtbauwerke. Wer mit dem Auto unterwegs ist, kann weiterhin nicht vom Heußweg in die Osterstraße abbiegen. Radfahrende müssen an den Baufeldern entlang der Osterstraße weiterhin ihr Rad schieben. Bis Sommer werden die Arbeiten zwischen Heußweg und Emilienstraße abschnittsweise andauern. Nahezu abgeschlossen ist der Leitungsbau in der Osterstraße im Abschnitt Emilienstraße bis Schulweg. Die Arbeiten sollen Anfang 2026 fertiggestellt werden.

Bezirk Eimsbüttel im Jahr 2026: Abriss des Bunkers beginnt

Das sicherlich spannendste Bauprojekt der nächsten Jahre ist der Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge im Grindelviertel. Dieser ist beschlossen, zu sehen gibt es aber bisher nichts. 2026 wird sich das ändern: So soll voraussichtlich der Abriss des Bunkers zwischen Allende-Platz und Joseph-Carlebach-Platz, der aktuell von der Uni genutzt wird, beginnen. Im ersten Quartal 2026 soll außerdem die Öffentlichkeit in die Planungen einbezogen werden: Ein Beteiligungsverfahren wird gestartet.

Weltkriegsbunker zwischen Joseph-Carlebach-Platz und Allendeplatz.
Kommt weg: Der von den Nazis erbaute Weltkriegsbunker zwischen Joseph-Carlebach-Platz und Allendeplatz.

Das Institut für Bodenkunde, das sich derzeit in dem Bunker befindet, wird in das „Haus der Erde“ auf dem Campus Bundesstraße umziehen, das ab Sommer 2026 bezugsfertig sein soll. Dieser Neubau wird alle Institute und Einrichtungen des Fachbereichs Erdsystemwissenschaften versammeln und im Wintersemester 2026/2027 in Betrieb genommen.

Altes Fernmeldeamt wird von Studenten bezogen

Ab Sommer 2026 wird auch das alte Fernmeldeamt in der Schlüterstraße endlich von Studenten bezogen. Eigentlich war das schon für den Sommer dieses Jahres geplant. Der neue Vorzeige-Campus auf 65.000 Quadratmetern umfasst dann die Geistes- und Sozialwissenschaften, das Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, das German Institute for Global and Area Studies (GIGA) sowie das Studierendenwerk.

So soll das Alte Fernmeldeamt nach der Sanierung einmal aussehen – der neugotische Stil bleibt erhalten.
So soll das Alte Fernmeldeamt nach der Sanierung einmal aussehen – der neugotische Stil bleibt erhalten.

Gleich um die Ecke wird 2026 höchstwahrscheinlich ein heiß umstrittenes Thema zu Akten gelegt: Sobald die Antragsunterlagen vollständig vorliegen, wird das Bezirksamt eine Genehmigung für die Hinterhofbebauung des Grindelhofs 87 erteilen. Zum Unmut der Anwohner, die hier lange gegen das Projekt gekämpft haben, könnten dann schon bald die Bagger rollen.

Auch die Sanierungsarbeiten des kulturellen und sozialen Zentrums Hamburg-Haus am Doormannsweg neigen sich dem Ende entgegen: Die Arbeiten mit Fokus auf Energieeffizienz, Brandschutz, Barrierefreiheit und Modernisierung sollen zum Ende des Jahres 2026 abgeschlossen werden.

Das passiert 2026 in Hamburgs Bezirken

Auch beim Neubauprojekt Alte Volksparkstraße 3-5 (Teil der Neuen Mitte Stellingen) geht es voran. Voraussichtlich noch in 2026 sollen die leer stehenden Glaskästen des ehemaligen Einkaufszentrums, die sich noch vor Ort befinden, abgerissen werden. An ihrer Stelle ist eine aus mehreren Blöcken bestehende Bebauung geplant sowie Hochhäuser mit bis zu 14 Geschossen.

Diese Spielplätze werden im Bezirk Eimsbüttel neu eröffnet

Die Kinder in Eimsbüttel dürfen sich freuen! Gleich drei Spielplätze wurden hübsch gemacht und werden nun neu eröffnet: der Spielplatz Baumacker/Pflugacker, der Spielplatz Johann-Wenth-Straße sowie der Spielplatz Kottwitzstraße. Auch der Spielplatz Wehbers Park samt Spielhaus wird neu gestaltet.

Die Sillemstraße wird zwischen Schwenckestraße bis Langenfelder Damm zur Fahrradstraße umgebaut. Am Knoten Methfesselstraße wird ein Kreisverkehr eingebaut.