Fahrgäste drängen sich in eine S-Bahn am Hamburger Hauptbahnhof.

Fahrgäste drängen sich in eine S-Bahn (Archivbild). Foto: picture alliance/dpa/Daniel Bockwoldt

Neue Zahlen: So (un)pünktlich sind Hamburgs Busse und Bahnen wirklich

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Weichenstörung, Betriebsstörung oder wahlweise eingefrorene Gleise – wann kommt denn endlich meine Bahn? Am Freitag präsentierte der HVV das jährliche Pünktlichkeitsergebnis der einzelnen Verkehrsmittel. Während die U-Bahnen ihre Vorgabe übertrumpften, rutschten die S-Bahnen nach einem kleinen Anstieg im Jahr 2024 wieder hinten runter. Wie der Hamburger S-Bahn Chef das Ergebnis erklärt.

Durchschnittlich 98 Prozent von Hamburgs U-Bahnen kamen im Jahr 2025 pünktlich an ihr Ziel. Das sind zwei Prozent mehr als im Jahr 2024 und sie liegen damit über dem vorgegebenen Pünktlichkeits-Ziel von 96 Prozent. Als pünktlich gilt ein Zug, wenn er weniger als drei Minuten gegenüber dem Fahrplan abweicht.

So pünktlich waren Hamburgs U-Bahnen im Jahr 2025

Die Schwankungen zwischen den einzelnen Monaten sind demnach gering: Am pünktlichsten waren die U-Bahnen im September mit 98,6 Prozent, am unpünktlichsten im Dezember mit 97,6 Prozent. Die Hochbahn erklärt den schwachen Dezember mit überdurchschnittlich vielen Fahrgästen und mehreren Problemen bei der Linie U1. Letztere ist die „unpünktlichste“ aller Linien und schwankt zwischen 96 und 97 Prozent – allerdings ist sie mit 55,4 Kilometern auch mit Abstand die U-Bahn-Linie mit der längsten Fahrtstrecke.

Auch die Busse der Hochbahn konnten ihre Pünktlichkeit im Jahr 2025 minimal von 93,5 auf jetzt 94 Prozent steigern. Dort gilt allerdings eine Fünf-Minuten-Grenze, da die Busse im Gegensatz zu den U-Bahnen im Straßenverkehr unterwegs sind und deshalb mit mehr Hindernissen zu kämpfen haben. Am unpünktlichsten waren die Busse demnach im November mit 91,4 Prozent. Die Hochbahn erklärt das unter anderem mit großräumigen Straßenbaustellen im Hamburger Nordosten.

S-Bahnen in Hamburg bleiben hinter Pünktlichkeitsziel

Am Ziel vorbei schlitterten währenddessen Hamburgs S-Bahnen und blieben mit 93,6 Prozent Pünktlichkeit knapp unter der Vorgabe von 94 Prozent. Das sind zudem knapp zwei Prozentpunkte weniger, als noch im Jahr 2024. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte kamen die S-Bahnen immer später, im November lag die Pünktlichkeitsquote nur noch bei durchschnittlich 90,9 Prozent.

Mit Abstand am zuverlässigsten fährt demnach die Linie S2 (Bergedorf – Aumühle), während vor allem die Züge in Richtung Stade und Neugraben, S5 und S3, mit Verspätungen zu kämpfen haben.

Jan Schröder ist seit August 2024 Chef der Hamburger S-Bahn. Florian Quandt
Jan Schröder ist seit August 2024 Chef der Hamburger S-Bahn.
Jan Schröder ist seit August 2024 Chef der Hamburger S-Bahn.

Laut Jan Schröder, Chef der Hamburger S-Bahn, hat das Ergebnis vor allem drei Ursachen: Die Sperrung der Eisenbahnbrücke Holstenstraße, viele Baustellen im Netz – wie am Hauptbahnhof, sowie Infrastrukturstörungen. Unter letzteres zählen unter anderem die von den Fahrgästen nur allzu gut bekannten Weichen-, oder Betriebsstörungen. „Das Ergebnis entspricht nicht unserem eigenen Anspruch an die S-Bahn und bleibt hinter dem Anspruch der Fahrgäste zurück“, gibt Schröder zu. Zusammen mit der DB Infra Go wolle man das Bahnnetz stärken, um den Betrieb wieder stabiler und pünktlicher zu machen.

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