Neue Kühne-Oper: Diese Vorschläge fielen durch

Oper
So haben sich die Architekten von „gmp“ die neue Oper vorgestellt.

In dieser Woche hat die Hamburger Bürgerschaft den Weg für das umstrittene Geschenk von Milliardär Klaus-Michael Kühne frei gemacht. Gebaut werden soll das Opernhaus in der HafenCity nach dem Entwurf eines Kopenhagener Architekturbüros. Im Wettbewerb hatten aber insgesamt fünf Büros um den Auftrag gekämpft – ihre Konzepte können sich ebenfalls sehen lassen.

Mit ihrem 360-Grad-Gebäude im Stil einer aufblühenden Seerose haben die Architekten der Bjarke Ingels Group (BIG) die Jury überzeugt. Auf dem Baakenhöft soll ihr Entwurf zu einem neuen Hamburger Wahrzeichen werden.

Neben den Dänen hatten sich aber noch vier weitere renommierte Architektenbüros um den Auftrag beworben. Darunter das Hamburger Büro „gmp international“, das mit Diller Scofidio & Renfro aus New York gemeinsam angetreten war. Ihr offen gestalteter Entwurf erinnert an einen Rochen, der sich in Richtung Hafen aus der umliegenden Parklandschaft erhebt.

Entwürfe für die Kühne-Oper: Rochen und Opernbarke

Neben dem Hauptgebäude hatten die Architekten auch eine kleine „Opernbarke“ entworfen, die vor der Oper anlegen und mit einer Bühne bestückt für Veranstaltungen durch den Hafen schippern sollte. „Natürlich ist man enttäuscht, aber man ist auch optimistisch, dass neue große Projekte kommen“, sagt Stephan Schütz von gmp. Das Büro hat in Hamburg unter anderem das Hanseviertel sowie den U- und S-Bahnhof Elbbrücken entworfen und die Sanierung der Alsterschwimmhalle verantwortet.

Oper
Der Opern-Entwurf des Hamburger Büros von Prof. Jörg Friedrich | Studio PFP GmbH.

Ein weiteres Hamburger Büro im Wettbewerb war Prof. Jörg Friedrich | Studio PFP GmbH. Ihr Modell erinnert an ein weißes Schiff, das in Richtung des Hafens hinausfahren will. Der erhöhte Bug richtet sich gen Westen, der hintere Teil des Gebäudes ist abgeflacht – obendrauf eine begrünte Dachterrasse.

Das japanische Büro von Sou Fujimoto hatte sich ebenfalls an einem Schiffskörper orientiert. Das Opernhaus ist von einer futuristischen Konstruktion aus weißen Streben umschlossen, die sich nach oben hin öffnen. Diese Streben sind typisch für die Arbeiten von Fujimoto. Eines seiner bekanntesten Projekte ist der Serpentine Pavilion 2013 in London.

Oper
Die Oper des japanischen Architektenbüros von Sou Fujimoto.

Bewerbungen von internationalen Architektenbüros

Und ist das nicht die berühmte Oper in Sydney? Der Entwurf des Büros Snøhetta aus Norwegen hebt sich deutlich von den anderen Designs ab. Die Bühne wird „umarmt“ von fünf ineinander verschachtelten Bögen, die Architekten setzen weniger auf organische Grünflächen als auf klare Kanten und Formen. Das Büro hat übrigens auch die Oper in Oslo entworfen.

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Der Entwurf des norwegischen Büros Snøhetta erinnert an die berühmte Oper in Sydney.

Auf Grundlage des Siegerentwurfs sollen nun die vertieften Planungen und Kostenschätzungen erstellt werden. Das letzte Wort zu den Entwürfen hat allerdings Kühnes Stiftung: Ende des ersten Quartals 2028 wird sie entscheiden, ob das Projekt tatsächlich umgesetzt wird. Entscheidet sich die Stiftung für die Oper, könnte Anfang 2030 mit dem Bau begonnen werden – Mitte 2034 ist die Fertigstellung geplant.

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Alle Entwürfe können Interessierte noch bis zum 30. November in einer Ausstellung im Kesselhaus (Am Sandtorkai 30) in der Speicherstadt betrachten. Von Di bis Fr 10 bis 17 Uhr; Sa und So 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

In dieser Woche hat die Hamburger Bürgerschaft den Weg für das umstrittene Geschenk von Milliardär Klaus-Michael Kühne frei gemacht. Gebaut werden soll das Opernhaus in der HafenCity nach dem Entwurf eines Kopenhagener Architekturbüros. Im Wettbewerb hatten aber insgesamt fünf Büros um den Auftrag gekämpft – ihre Konzepte können sich ebenfalls sehen lassen.