Neue Haltestellen-Planung: U5-Verlauf im Hamburger Westen steht fest!
Mit der U5 einmal quer durch Hamburg – das soll in wenigen Jahren Realität werden. Nachdem der Bau der U5-Haltestellen im Osten der Stadt bereits vorangeht, haben Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) und Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) jetzt im Rathaus den finalen Streckenverlauf und die Lage der Stationen im Westen vorgestellt – mit einigen Neuerungen.
Bürgermeister Tschentscher nennt die U5 ein „Jahrhundertprojekt“: Schon ab 2040 soll sie Fahrgäste auf einer Strecke zwischen Bramfeld im Osten und den Arenen im Westen transportieren. Weitere Haltestellen im Westen waren bereits in Planung – jetzt ist klar, wie auch Lurup Mitte und der Osdorfer Born angebunden werden sollen.
So werden Lurup und Osdorf an die U5 angebunden
Die Planung der Haltestelle in Lurup war laut U5-Geschäftsführer Klaus Uphoff besonders sensibel, da sie womöglich nah am Forschungszentrum DESY liegen würde. Diese Variante wurde jetzt verworfen – stattdessen soll die Haltestelle am Lüttkamp nahe des Einkaufszentrums liegen.
Im Osdorfer Born soll die Haltestelle im Kroonhorst, in Ost-West-Ausrichtung nahe des Born Centers entstehen. Zudem könnte somit eine Verlängerung der U5 nach Schenefeld in Zukunft möglich sein.
Die Westweiterung soll den Fahrgästen eine deutliche Zeitersparnis bringen. Ein Beispiel: Von Lurup zu den Arenen sind es dann nur zwei Minuten (heute acht Minuten). Von Osdorf wären es vier Minuten (heute 17 Minuten). „Der Senat hat heute zusätzlich 51 Millionen Euro für die Planungsphase freigegeben“, verkündete Verkehrssenator Tjarks. Im Sommer dieses Jahres wird es für die Anwohner zusätzliche Informationsveranstaltungen geben.
Die Hochbahn rechnet durch die U5 insgesamt in Hamburg mit zusätzlichen345.000 Fahrgästen. Eine erste Kostenschätzung soll es laut des U5-Geschäftsführers erst nach den weitergehenden Planungen geben. In 2027 soll die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für das neue Teilstück starten – auch dieser Abschnitt werde laut Hochbahn voraussichtlich bis 2040 fertig.
Seit 2022 wird bereits an der ersten U5-Teilstrecke im Osten – von Bramfeld bis in die City Nord – gearbeitet. Ab 2029 sollen die ersten U-Bahnen zwischen den beiden Haltestellen Sengelmannstraße (Umstieg zur U1) und City Nord fahren.
Olympia als „Rückenwind“
„Mit einer Entscheidung für Olympia werden alle diese Planungen zuverlässiger und realistischer“, betonte Tschentscher zum Schluss noch einmal. Zudem gebe es mit der U5 auch eine sehr gute Einbindung aller Wettkampfstätten. Am 31. Mai stimmen die Hamburger darüber ab, ob sich die Stadt auf die Spiele bewerben soll.
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Sollte Hamburg bei einem positiven Referendum und dann auch noch einem Zuschlag schon 2036 Olympische Spiele austragen, könne man sich aber auch eine andere Lösung überlegen. „Auch ohne die Olympischen Spiele würden wir diese Planungen verfolgen“, so der Bürgermeister. Aber mit einem positiven Votum werde Hamburg zur nationalen Priorität des Bundes – auch, was Gelder und Ressourcen angeht.