Hamburg

NDR: Keine Panik trotz Millionenminus – dennoch Sparkurs

Verdi möchte sich mit dem Angebot des NDR für seine Beschäftigten nicht zufriedengeben, jetzt ruft die Gewerkschaft in Hamburg zum Streik auf. (Symbolbild)
Der NDR hat im Geschäftsjahr 2024 ein Minus gemacht. (Archivbild)

Nach einem satten Überschuss im Vorjahr hat der NDR 2024 ein Defizit eingefahren. Der Sender sieht keinen Grund für Sparmaßnahmen – am Jobabbau hält er aber fest.

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem Minus von 18,1 Millionen Euro abgeschlossen. Das geht aus dem aktuellen Bericht an die Landesparlamente der NDR-Staatsvertragsländer hervor. Im Jahr zuvor hatte der Sender noch einen Überschuss von 147,1 Millionen Euro erzielt.

Als Gründe nennt der NDR deutlich gestiegene Ausgaben, insbesondere bei den Personalkosten. Diese erhöhten sich unter anderem durch den Tarifabschluss Ende 2024 sowie höhere Aufwendungen für die Altersversorgung. Gleichzeitig sanken die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag um 36 Millionen Euro. Positive Einmaleffekte aus einem früheren Meldedatenabgleich seien weggefallen. „T-online“ berichtete zuerst.

NDR macht ein Minus, sorgt sich aber nicht

Trotz der roten Zahlen sieht der Sender keinen Anlass zur Sorge. „Der NDR hat einen ausgeglichenen Haushalt für den vierjährigen Zeitraum einer Beitragsperiode vorzulegen. Einzelne Jahre innerhalb der Beitragsperiode können somit mit einem Defizit abgeschlossen werden, sofern sich für die gesamte Beitragsperiode weiterhin ein ausgeglichener Haushalt ergibt“, erklärte eine NDR-Sprecherin gegenüber „t-online“. Zudem habe der NDR die Beitragsperiode 2021 bis 2024 insgesamt mit einem Überschuss abgeschlossen.

An seinem Sparkurs hält der Sender dennoch fest. Neue Stellen werden weiterhin nicht geschaffen, frei werdende Arbeitsplätze in Produktion und Verwaltung sollen nicht nachbesetzt werden.

„Aufgrund der bereits in der Vergangenheit getroffenen Spar-, Kürzungs- und Priorisierungsmaßnahmen und der aktuellen Planungsgrundlagen besteht für den NDR für die Jahre 2026 und 2027 kein akuter Handlungsbedarf“, so die Sprecherin. Die Zahl der Planstellen wurde mit dem Wirtschaftsplan 2026 erneut leicht reduziert. (rei)

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