Jura Bibliothek

Die Bibliothek des Rechtshauses der Universität Hamburg. Foto: picture alliance/dpa/Markus Scholz

Nach Vandalismus: Jura-Bibliothek zwei Tage dicht

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Mitten in der Klausuren- und Hausarbeitsphase mussten Jurastudierende an der Universität Hamburg zwei Tage lang auf ihren wichtigsten Lernort verzichten: Die Bibliothek im Rechtshaus blieb nach einem Vandalismus-Vorfall geschlossen.

Am Sonntagnachmittag hatte ein 29-jähriger Mann einen Feuermelder eingeschlagen und damit einen Alarm ausgelöst, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Feuerwehr und Polizei rückten an, ein Brand wurde jedoch nicht festgestellt. Stattdessen trafen die Beamten den Mann vor Ort an. Als sie ihn kontrollieren wollten, soll er einen Polizisten mit der Faust geschlagen haben. Der Tatverdächtige wurde überwältigt und in Gewahrsam genommen.

Gegen ihn wurden Strafanzeigen unter anderem wegen des missbräuchlichen Gebrauchs von Notrufeinrichtungen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte gefertigt. Er kam später wieder auf freien Fuß. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich nicht um einen Studierenden.

Brandmeldeanlage musste gewartet werden

Die Folgen bekamen Hunderte Studierende zu spüren: Wegen des ausgelösten Falschalarms konnte die Brandmeldeanlage zunächst nicht wieder in Betrieb genommen werden. Die Bibliothek konnte daher nicht wieder öffnen.

Alexander Lemonakis, Pressesprecher des Uni-Präsidenten, erklärte: „Da die Brandmeldeanlage zunächst nicht wieder in Betrieb genommen werden konnte, blieb die Bibliothek geschlossen. Eine Wartungsfirma hat die Anlage inzwischen überprüft, sodass der reguläre Betrieb der Rechtsbibliothek wieder vollständig aufgenommen werden konnte.“

Bibliothek bereits im November geschlossen

Bereits im November 2025 musste die Bibliothek für zwei Tage schließen. Damals versuchten die Mitarbeiter, dem zunehmenden Bücher-Chaos in den Sälen Herr zu werden. Einige Jura-Studierende versteckten, laut einem Schild an der Tür, immer wieder Bücher, um sich Vorteile gegenüber ihren Kommilitonen zu verschaffen. Dadurch wurde das Ausleihsystem derart gestört, dass weitere Mitarbeitende der Universität angefordert werden mussten, die beim Sortieren halfen.

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Seit Mittwochmorgen ist die Jura-Bibliothek wieder regulär geöffnet – pünktlich für die heiße Phase der Prüfungen.

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