Das Schmidt Theater am Spielbudenplatz (Archivbild).

Das Schmidt Theater am Spielbudenplatz (Archivbild). Foto: picture alliance / xim.gs | xim.gs / Philipp Szyza

Nahe seinem Theater: Zweiter Hamburger Promi bekommt Stern auf der Reeperbahn

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Udo Lindenberg bekommt Gesellschaft auf dem Asphalt von St. Pauli: Nach dem Panikrocker wird bald ein zweiter Hamburger Promi mit einem Stern auf der Reeperbahn geehrt – Theatermacher Corny Littmann (74).


Zusammenfassung:

  • Corny Littmann erhält auf der Reeperbahn einen Stern.
  • Die Auszeichnung ehrt kulturelles und gesellschaftliches Engagement.
  • Die Initiative zur Ehrung kommt von der Corny-Littmann-Stiftung für Kunst und Kultur.

Mit dem Stern will das Bezirksamt Hamburg-Mitte den Chef dreier Kiez-Theater für sein jahrzehntelanges kulturelles und gesellschaftliches Engagement auszeichnen. Der Stern soll im Sommer in der Nähe des Schmidt Theaters auf dem Spielbudenplatz verlegt werden. Der einzige, dem diese Ehre bisher zuteil wurde, ist Hamburgs Rockstar Udo Lindenberg.

Cornelius „Corny“ Littmann, Regisseur, Schauspieler und Miteigentümer des Schmidt Theaters, bei der Feier zu seinem 50. Bühnenjubiläum im Schmidt Theater. Gregor Fischer/dpa 
Cornelius „Corny“ Littmann, Regisseur, Schauspieler und Miteigentümer des Schmidt Theaters, bei der Feier zu seinem 50. Bühnenjubiläum im Schmidt Theater.
Cornelius „Corny“ Littmann, Regisseur, Schauspieler und Miteigentümer des Schmidt Theaters, bei der Feier zu seinem 50. Bühnenjubiläum im Schmidt Theater.

Neubauer: Littmann zeigt, „dass Kultur Verantwortung trägt“

„Corny Littmann ist Theatergründer und Theatermacher, Unternehmer, Kiez-Legende und politischer Mensch zugleich“, so Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer (SPD). „Er zeigt, dass Kultur Verantwortung trägt und dass Haltung und Unterhaltung sich nicht ausschließen.“ Mit dem Stern auf der Reeperbahn ehre man Littmann „an dem Ort, den er in den letzten Jahrzehnten wie kaum ein anderer mitgeprägt hat“.

Die Initiative zu der Ehrung stammt von der Corny-Littmann-Stiftung für Kunst und Kultur. „Corny ist nicht nur ein Theatermacher, sondern seit Jahrzehnten ein leuchtender Stern für Toleranz und Vielfalt“, sagt deren Vorsitzender Axel Strehlitz.

Corny Littmann feierte sein 50. Bühnenjubiläum

„Dieser Stern würdigt einen Menschen, der immer er selbst geblieben ist – und damit vielen anderen Mut gemacht hat, weit über St. Pauli hinaus“, sagt Arne Platzbecker, Vorsitzender des Kulturausschusses der Hamburgischen Bürgerschaft. Littmann habe „als offen schwuler Präsident eines Profifußballvereins Sichtbarkeit gelebt, als das noch Mut brauchte.“ Er sei dabei immer auch eine streitbare Persönlichkeit gewesen, die Debatten bewusst gesucht und gerade deshalb so viel bewegt habe.

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Littmann, geboren 1952 in Münster, ist Gründer und Mitinhaber der Schmidts Tivoli GmbH. Sie betreibt das Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und das Schmidtchen. Er ist nicht nur als Intendant, sondern auch als Darsteller und Regisseur aktiv und feierte in diesem Jahr sein 50. Bühnenjubiläum. Von 2003 bis 2010 war er Präsident des FC St. Pauli und trug maßgeblich dazu bei, den Verein in einer wirtschaftlich schwierigen Phase zu stabilisieren. (tst)

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