Zwei schwere Rohrbrüche legten zwei SAGA-Hochhäuser in Wilhlemsburg am vergangenen Wochenende lahm.

Zwei schwere Rohrbrüche legten zwei SAGA-Hochhäuser in Wilhelmsburg kürzlich lahm. Foto: Lenthe-Medien/hfr

Nach Sturzbächen im Treppenhaus: So geht es für die SAGA-Mieter weiter

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Die SAGA-Mieter in zwei Wilhelmsburger Hochhäusern trauten ihren Augen nicht, als vor rund zehn Tagen plötzlich Wassermassen durch die Treppenhäuser schossen und teils in die Wohnungen liefen. Schuld daran waren zwei Rohrbrüche innerhalb weniger Stunden, der Strom musste teils ausgeschaltet werden. Jetzt gibt es Neuigkeiten.

Der Strom läuft inzwischen in einem Großteil der Wohnungen wieder, verkündete die SAGA am Dienstag. Betroffen von den Wassermassen waren der Erlerring 10 und der Karl-Arnold-Ring 53, zwei Hochhäuser in der Großwohnsiedlung Kirchdorf-Süd im Süden Wilhelmsburgs.

Nach Wasserfall in SAGA-Hochhäusern: Strom geht wieder

Am Erlerring 10 läuft der Strom seit ein paar Tagen in 157 von 160 Haushalten wieder, am Karl-Arnold-Ring in 142 von 160 Wohnungen. Die Aufzugsschächte seien bereits am 7. Februar abgepumpt und getrocknet worden. Jeweils ein Aufzug war in den beiden Hochhäusern vor dem vergangenen Wochenende wieder betriebsbereit.

Die Bewohner der übrigen 13 Haushalte sind auf SAGA-Kosten weiterhin in Hotels untergebracht. „Einige davon werden wegen längerer Sanierungsarbeiten ihre Wohnungen verlassen müssen“, sagt ein Sprecher des städtischen Wohnungsunternehmens. Die SAGA kümmere sich bereits um Ersatzwohnungen und biete „pragmatische Sofortlösungen für individuelle Situationen“ an. Zwischen dem 17. Februar und Anfang März unterstützte ein Räumservice Betroffene dabei, beschädigte Möbel und Gegenstände zu entsorgen.

Rohrbrüche sorgten für Wasserfälle in SAGA-Treppenhäusern

Am Abend des 7. Februar hatten die Mieter im Erlerring 10 plötzlich einen lauten Knall gehört. Und dann sei bereits das Wasser gekommen. „Das war wirklich heftig, das Wasser ist wie ein Wasserfall durchs Haus geschossen. Man konnte weder hoch noch runter“, erzählte Anwohnerin Kathrin Schwarz (55) der MOPO. Nur wenige Stunden zuvor, knapp 400 Meter entfernt, war es auch im Karl-Arnold-Ring 53 zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Grund waren laut der SAGA jeweils Rohrbrüche in der Feuerlöschleitung. Warum es wiederum zu den Brüchen gekommen war, steht noch nicht fest. Beide Anlagen seien erst 2018 saniert worden.

Die Linke in Wilhelmsburg hat währenddessen sämtliche betroffene Mieterinnen und Mieter am Dienstag, 19.30 Uhr zu einer Versammlung vor Ort eingeladen. Zusammen mit den Mietervereinen wolle man die Betroffenen über ihre Rechte informieren. Die Partei hatte das Vorgehen des Wohnungskonzerns in dem Fall zuvor deutlich kritisiert, unter anderem fehlende Kommunikation. Die SAGA widersprach den Vorwürfen.

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