Nach Shitstorm: fritz-kola stellt alle Parteispenden ein
Nachdem es im März in den Kommentarspalten der Social-Media-Accounts von fritz-kola zu einem Shitstorm wegen des Sponsorings des 38. CDU-Bundesparteitages gekommen war, hat das Unternehmen nun Konsequenzen gezogen. fritz-kola stellt alle Parteispenden ein. Das gab der Limonadehersteller auf seiner Instagram-Seite bekannt.
Unter der Überschrift „danke fürs wachbleiben“ veröffentlichte fritz-kola am Montag einen mehrseitigen Feedpost mit einer Stellungnahme, an deren Ende drei zentrale Aussagen stehen. Die wohl wichtigste von allen: fritz-kola wird nicht mehr an Parteien spenden – vorerst.
fritz-kola: „Haben aktuell nicht vor, weitere finanzielle Parteispenden zu tätigen“
Wörtlich heißt es da: „Wir haben aktuell nicht vor, weitere finanzielle Parteispenden zu tätigen. Sollte sich die Bedrohung durch die AfD stark zuspitzen, behalten wir uns vor, durch die Unterstützung von demokratischen Parteien der politischen Mitte zu handeln. Wenn wir das tun, kommunizieren wir es offen und transparent. Versprochen.“
Stattdessen will fritz-kola nun ein anderes Feld unterstützen: Journalismus. So schreiben die Macher: „Fakt ist: Demokratiestärkung bleibt für uns wichtig. Deshalb fördern wir künftig unabhängigen Qualitätsjournalismus, der faktenbasiert arbeitet – als Grundlage für gute Entscheidungen“, und weiter: „Darüber hinaus schaffen wir ein Forum, in dem wir den kritischen Austausch weiterführen, zu diesem und anderen Themen. Unterschiedliche Perspektiven werden so der zentrale Hebel, um positiven Impact zu identifizieren.“
Reaktionen auf Instagram-Post sind geteilt
In dem Statement ordnet das Unternehmen auch noch einmal die entstandene Diskussion ein, da hier einiges „durcheinander geraten“ sei: „Vor der Bundestagswahl im Februar 2025 haben wir uns entschieden, alle relevanten und demokratischen Parteien der Mitte zu unterstützen, die der AfD Stimmen streitig machen können.
Sie haben alle den gleichen Betrag bekommen. Zusätzlich haben wir einzelne Veranstaltungen mit Getränken unterstützt. Unter anderem auch den CDU-Parteitag im Februar 2026. Die Sichtbarkeit dort – zusammen mit der Debatte rund um die Zuckersteuer – hat ein Bild erzeugt, das viele von euch irritiert und verärgert hat.“
Die Reaktionen der User auf die Mitteilung in den Kommentaren des Posts sind gespalten. Während einige von einem anständigen Statement sprechen, sind andere weiterhin der Meinung, dass die CDU zu weit rechts stehe, um von fritz-kola unterstützt zu werden.
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