Hamburg

Nach Schüssen in Steilshoop: CDU setzt Senat unter Druck

Polizisten stehen hinter Absperrband und Verkehrskegeln vor einem Wohnhaus.
Schüsse auf offener Straße: Am Samstagvormittag wurde die Polizei nach Steilshoop alarmiert. .

Die CDU fordert seit Jahren eine eigene Polizeistation für Steilshoop. Nach den Schüssen am Samstag macht Politiker Sandro Kappe Druck auf den Senat.

Am Samstagvormittag eskalierte offenbar ein Streit unter Männern in Steilshoop: Mehrere Schüsse wurden abgefeuert, die Polizei fahndet nach dem Schützen. CDU-Politiker Sandro Kappe fordert nach dem Vorfall endlich Konsequenzen.

Auslöser der Auseinandersetzung war nach ersten Erkenntnissen ein Streit im Wohngebiet am Fritz-Flinte-Ring. Einer der Beteiligten soll vor dem Wohnhaus eine Waffe gezogen und geschossen haben. Ein 23-Jähriger wurde dabei am Oberschenkel getroffen. Er kam ins Krankenhaus, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Die Polizei sucht derzeit nach dem Schützen und dem mutmaßlich zweiten Beteiligten.

Steilshoop: CDU fordert eigene Polizeistation für den Stadtteil

Die CDU fordert derweil eine eigene Polizeistation für den Stadtteil. Erst letzte Woche habe ein Mann mit einer Axt in Steilshoop für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt, argumentiert Bürgerschaftsabgeordneter Sandro Kappe. „Hinzu kommen eine gewalttätige Auseinandersetzung auf einem Spielplatz, die massiven Ausschreitungen in der Silvesternacht und nun die heutigen Schüsse im Bereich des Fritz-Flinte-Rings.“

So könne es in Steilshoop nicht weitergehen. „Natürlich darf man die einzelnen Vorfälle nicht einfach miteinander vermischen. Aber in ihrer Gesamtheit zeigen sie, dass Steilshoop dauerhafte staatliche Präsenz braucht.“

CDU: Einkaufszentrum als Ort für neue Polizeiwache Steilshoop

Bislang müsse die Polizei von außerhalb in den Stadtteil kommen, kritisiert Kappe. „Steilshoop hat 20.000 Einwohner und trotzdem keine eigene Polizeistation. Wir brauchen feste Ansprechpartner, kurze Wege und Polizistinnen und Polizisten, die im Stadtteil präsent sind und die örtlichen Strukturen kennen. Eine Polizeistation löst nicht jedes Problem, aber sie wäre ein deutliches Signal.“

Der Politiker schlägt vor, dieses Vorhaben mit dem Neubau des maroden Einkaufszentrums im Stadtteil zu verknüpfen. Dort könne eine Fläche für eine Polizeistation eingebaut werden. Geplant sind bei dem Neubauvorhaben derzeit 350 Wohnungen, neue Flächen für den Einzelhandel, Gastronomie, ein medizinisches Zentrum, eine Kita, öffentliche Plätze, ein Fitnessstudio und Flächen für das Jugendamt.

So sieht der Gewinnerentwurf des Schweizer Architekturbüros EMI für das neue Einkaufszentrum in Hamburg-Steilshoop aus.
So sieht der Gewinnerentwurf des Schweizer Architekturbüros EMI für das neue Einkaufszentrum in Hamburg-Steilshoop aus.

„Steilshoop ist ein lebenswerter Stadtteil mit vielen engagierten Menschen. Gerade deshalb haben die Bewohnerinnen und Bewohner Anspruch darauf, dass ihre Sicherheitsbedürfnisse ernst genommen werden“, sagt Kappe. Der Senat müsse jetzt handeln.

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