Hamburg

Nach nur drei Monaten: Fine-Dining-Restaurant in der HafenCity macht dicht

Marvin Böhm war der Küchenchef im „Buoy“ in der HafenCity.

Das Restaurant „Buoy“ in der HafenCity schließt seine Türen. Koch und Team sind entlassen – was ist passiert?

Nach nur drei Monaten ist Schluss: Das „Buoy“ in der HafenCity hat überraschend dicht gemacht. Erst im April hatte Marvin Böhm das Restaurant übernommen. Im Dezember 2025 verließ, ebenfalls überraschend, der Zwei-Sterne-Koch Matteo Ferrantino das „Bianc“, wie das Restaurant am Sandtorkai damals noch hieß. Was ist passiert?

Auf der Website des Buoy steht: Wir sind vorübergehend in Sommerpause. Auch über das Buchungssystem lassen sich keine Reservierungen mehr tätigen, wie das „Abendblatt“ zuerst berichtet. Nach MOPO-Informationen befindet sich das Restaurant allerdings nicht in einer Sommerpause, sondern ist seit Anfang Juli dicht: Marvin Böhm und sein Team wurden entlassen.

„Buoy“ stand für norddeutsches Fine Dining

In einem Interview mit dem „Abendblatt“ äußern sich die Betreiber zu der Schließung: Das gastronomische Konzept könne unter den aktuellen Marktbedingungen wirtschaftlich nicht nachhaltig betrieben werden. Eine Wiedereröffnung sei daher nicht vorgesehen.

Die WochenMOPO 29/2026

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!

Vor Hamburgs Toren: Stade zwischen Idylle und Gewalt

Lieblingsplätze: Die schönsten Sonnengärten in der City

16 Seiten Sport: Die Highlights und Flops der WM

Jede Woche mit 40 Seiten Rätsel und Kultur: Kino unter freiem Himmel

Das „Buoy“ feierte erst am 14. April seine Eröffnung. Für Böhm war das Angebot der „Bianc“-Eigentümer damals eine große Ehre, wie er in einem MOPO-Interview verrät. Das „Buoy“ stand für norddeutsches Fine Dining – „norddeutsche Küche, neu interpretiert“, so Böhm.

Zuvor kochte er 15 Jahre lang im Drei-Sterne-Restaurant „Aqua“ in Wolfsburg, auch als Vize-Küchenchef. Danach unterstützte er die Burgerkette „Goldies“ beim Aufbau eines Lokals im Berliner Kaufhaus „KaDeWe“. Einige Kollegen aus dem „Aqua“ waren ihm sogar nach Hamburg gefolgt. (kla)

Kommentare öffnen