Nach MOPO-Bericht: Beliebte Bar in Blankenese gerettet

Das Inhaber-Ehepaar Coralie (30) und Agatino (33) Testa steht vor ihrer Bar
Coralie (30) und Agatino Testa (33) vor ihrer Bar „Sicily“ in Blankenese.

Gute Nachrichten für alle Gäste der beliebten italienischen Bar „Sicily“ am Eingang des Treppenviertels: Das Bezirksamt hat auf die Beschwerden gegen die auferlegten verkürzten Öffnungszeiten des Lokals reagiert. Nun muss das Betreiberpaar Coralie und Agatino Testa allerdings noch diverse Unterlagen bei der Bauprüfabteilung des Bezirkes einreichen. Warum das Ehepaar Testa dennoch optimistisch bleibt und auf eine einvernehmliche Lösung für alle Seiten hofft, lesen Sie hier.

Zwei Jahre lang sorgte die kleine Bar an der Ecke der Blankeneser Bahnhofstraße für eine willkommene Abwechslung im Viertel, in dem gute Bars an einer Hand abzuzählen sind. Besonders am Wochenende war der kleine Laden regelmäßig proppevoll. Jung und Alt saßen entspannt bei Drinks und Snacks bis Mitternacht oder auch mal länger zusammen. Bis zum Dezember 2024: Nach einer Reihe von Lärmbeschwerden von (den immer gleichen) Anwohnern erreichte ein Brief des Fachamts für Verbraucherschutz des Bezirksamtes Altona das Betreiberpaar. Ab sofort müsse man um 21 Uhr schließen.

Verkürzte Öffnungszeiten ab sofort aufgehoben

Das gesamte Weihnachtsgeschäft brach weg. Finanzielle Einbußen kurz vor Jahresende machten dem Paar zu schaffen. Doch die Testas gingen in die Gegenoffensive – mit Erfolg. Und jetzt, zweieinhalb Monate nach den Auflagen, kam die frohe Botschaft: Die verkürzten Öffnungszeiten sind mit sofortiger Wirkung aufgehoben.

Coralie Testa zur MOPO: „Wir freuen uns natürlich, aber sind noch ein bisschen verhalten, ob am Ende hoffentlich auch alles gut wird. Wir müssen jetzt einen neuen Bauantrag sowie ein neues Lärmschutzgutachten einreichen.“ Erst dann werde final entschieden, wie die Bar-Betreiber ihr Geschäft künftig betreiben können. Streitpunkt mit dem Bezirk war unter anderem auch die Außengastronomie und die damit einhergehende Lärmbelästigung.

Schikane von einigen, wenigen Nachbarn

Rückblick: Aus der Nachbarschaft gab es seit Eröffnung im März 2023 zahlreiche Beschwerden über Lärmbelästigung. Dutzende Male sei die Polizei ausgerückt, erklärte das Betreiber-Ehepaar im Dezember, es gäbe sogar Dokumentationen über Lärmbeschwerden an Montagen – dabei sei da geschlossen. Aus Protokollen der Polizei geht hervor, dass die Beamten vor Ort häufig keine Lärmbelästigung feststellen konnten. Nach der Mitteilung des Bezirks ließen sich die Testas nicht unterkriegen. Sie erklärten ihre Sicht in der Presse, starteten erfolgreich eine Online-Petition zur Rettung der Bar, die Bezirkspolitik schaltete sich ein, das Ehepaar Testa erwirkte beim Verwaltungsgericht ein Eilverfahren gegen die Anordnung.

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Nach der erfreulichen Nachricht aus dem Bezirk möchte das Paar weiter nach vorne schauen. Ein Architekt für den Bauantrag ist bereits beauftragt, der Lärmschutzgutachter angefragt. „Bis das alles fertig und eingereicht ist, kann das zwar einige Wochen dauern“, so Testa. Aber dann, wenn die „Sicily“-Crew alle künftigen Auflagen schwarz auf weiß hat, wie sie es sich wünscht, „dann wird selbstverständlich darauf angestoßen.“

Gute Nachrichten für alle Gäste der beliebten italienischen Bar „Sicily“ am Eingang des Treppenviertels: Das Bezirksamt hat auf die Beschwerden gegen die auferlegten verkürzten Öffnungszeiten des Lokals reagiert. Nun muss das Betreiberpaar Coralie und Agatino Testa allerdings noch diverse Unterlagen bei der Bauprüfabteilung des Bezirkes einreichen. Warum das Ehepaar Testa dennoch optimistisch bleibt und auf eine einvernehmliche Lösung für alle Seiten hofft, lesen Sie hier.