Ein 13 Jahre alter Junge wurde bei einem Messerangriff im Umfeld einer Hamburger Schule lebensgefährlich verletzt.

Ein 13 Jahre alter Junge wurde bei einem Messerangriff im Umfeld einer Hamburger Schule lebensgefährlich verletzt. Foto: Marcus Brandt/dpa

Nach Messerangriff: Schüler der Stadtteilschule Flottbek wehren sich gegen AfD

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Zwei Wochen sind seit dem Messerangriff auf einen 13-jährigen Schüler der Stadtteilschule Flottbek vergangen. Der Fall war von der AfD zu rassistischen Propagandazwecken missbraucht worden. Jetzt wehren sich die Schülervertreter in den sozialen Medien gegen diese Manipulationsversuche.

Die Kritik der Schüler richtet sich gegen einen Post, den die AfD unmittelbar nach Bekanntwerden der Tat auf Instagram veröffentlicht hat. „Die Rechtsextremen von der Hamburger AfD haben auf keine weiteren Informationen gewartet und direkt nach diesem Vorfall eine Schlagzeile auf Instagram gepostet“, kritisieren die Flottbeker Schüler, die sich vor dem Schild ihrer Schule am Ohlenkamp 15 A aufgestellt haben.

Nach Messerattacke: Flottbeker Schüler wehren sich gegen AfD-Post bei Instagram

Hintergrund: Die AfD hatte behauptet, dass es sich bei den beiden Tätern um zwei Syrer handelt – obwohl bis heute die Nationalität des zweiten Tatverdächtigen nicht bekannt ist. In der Caption hatte die AfD dann zynisch die Frage gestellt, ob schon eine Großdemo geplant sei.


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„Der Post verleugnet die Lebensrealität an unserer Schule vollständig“, erklärt einer der drei Schülervertreter mit fester Stimme. Ein Mädchen weist in dem Beitrag darauf hin, dass nicht nur viele Schüler, sondern auch Lehrer an der Schule, einschließlich der Schulleitung, einen Migrationshintergrund haben.

„Unsere Schule lebt von ihrer Vielfalt. Ohne sie wäre keiner von uns dieselbe Person“, so ein Junge. Im Abspann zu ihrem Beitrag halten die Schüler fest, wie sehr der Vorfall die Schulgemeinschaft belastet. Betont wird, dass die Sache „intensiv aufgearbeitet“ werde.

13-Jähriger außer Lebensgefahr: „Unsere Gedanken sind bei dem betroffenen Schüler“

Man sei froh, dass der Mitschüler inzwischen außer Lebensgefahr sei. „Unsere Gedanken sind bei dem betroffenen Schüler und seiner Familie, für die wir nur das Beste hoffen.“

Der Beitrag wurde bis Samstagmittag von mehr als 6500 Menschen geliket. Mitschüler bedanken sich bei ihren Vertretern mit Einträgen wie „Starke Haltung!“, „So gut und wichtig, euer Statement“ und „Danke für euren Mut“. Der AfD wiederum werden „Hetze“, „Unmenschlichkeit“ und „Verblenderei“ vorgeworfen.

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Nur ein Kommentator namens „max84520“ kann immer noch nicht verstehen, was an dem AfD-Eintrag falsch sein soll („Zwei Syrer haben jemanden niedergestochen. Das ist doch richtig so, oder?“). Vielleicht liegt es in diesem Fall einfach an mangelnden Mathematik-Fähigkeiten.

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