So sollen die Sozialwohnungen am Björnsonweg einmal aussehen.

So sollen die Sozialwohnungen am Björnsonweg einmal aussehen. Foto: BLK2 Architekten

Nach jahrelangem Zoff: Hier entstehen jetzt Sozialwohnungen im Nobelviertel

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Jahrelang hat es erbitterten Streit um die Nutzung des Grundstücks in Hamburgs Nobelviertel Blankenese gegeben – am Donnerstag ist dort jetzt tatsächlich Richtfest gefeiert worden, denn die Bauten nehmen nach und nach Gestalt an. Wer hier einziehen soll und wann es losgeht, lesen Sie hier.

Die geplanten 38 Sozialwohnungen am Björnsonweg lassen sich schon erahnen. Künftig werden dort Ein- bis Fünf-Personen-Haushalte mit einem Dringlichkeitsschein ein neues Zuhause finden.

Blankenese: Erst Geflüchtetenunterkunft – jetzt Sozialwohnungen

„Wir freuen uns, der Stadt Hamburg erneut Wohnraum für vordringlich wohnungssuchende Menschen zur Verfügung stellen zu können“, sagte Arne Nilsson, Sprecher der Geschäftsführung von „Fördern & Wohnen“. Das städtische Unternehmen hat inzwischen mehr als 1500 Mietwohnungen im Bestand, die es vorrangig an Menschen vermietet, „die es auf dem Wohnungsmarkt schwer haben“. Dazu zählen unter anderem Obdachlose, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung. Außerdem betreibt das Unternehmen auch Geflüchtetenunterkünfte.


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Auch auf dem Grundstück am Björnsonweg stand einmal eine Geflüchtetenunterkunft, die von „Fördern & Wohnen“ im Jahr 2016 gebaut wurde. Damals schafften es Teile der Blankeneser Anwohner in die bundesweiten Schlagzeilen, als sie sich mit Händen und Füßen gegen diese Unterkunft in ihrer Nachbarschaft wehrten – und sogar versuchten, die für den Bau nötigen Baumfällungen mit Autos zu blockieren.

Grundstück in Blankenese sorgte jahrelang für Zoff

Der Kompromiss: Die Geflüchtetenunterkunft wurde gebaut, aber nur für sieben Jahre. Ende 2023 wurde das Gebäude auf der insgesamt 3500 Quadratmeter großen Fläche wieder abgerissen. Statt der geforderten Aufforstung des Grundstücks beschloss die Stadt dann allerdings den Bau von Sozialwohnungen.

Am Björnsonweg wurden 2016 Bäume für die Flüchtlingsunterkunft gefällt. Viele Anwohner wehrten sich gegen die Unterkunft, erstritten einen Baustopp. Mittlerweile ist die Unterkunft längst abgebaut. dpa
Gefällte Bäume am Björnsonweg in Blankenese.
Am Björnsonweg wurden 2016 Bäume für die Flüchtlingsunterkunft gefällt. Viele Anwohner wehrten sich gegen die Unterkunft, erstritten einen Baustopp. Mittlerweile ist die Unterkunft längst abgebaut.

Dass das Grundstück nun dauerhaft einem sozialen Anliegen gewidmet ist, bedeute Nilsson viel. „Fördern & Wohnen baut Wohnungen, damit Menschen aus öffentlichen Unterkünften in ein dauerhaftes Zuhause ziehen können. Erst so kann Integration gelingen“, sagt er.

Im Sommer 2026 soll die aus drei Gebäuden bestehende Wohnanlage fertig sein. Alle Wohnungen haben Balkon oder eine Terrasse, zum Gelände gehören auch Spielgeräte und Grünflächen. Vergeben werden die Wohnungen über die Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Bezirks Altona. Die Kosten liegen bei etwa 12 Millionen Euro. (aba)

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