Spatenstich für „freiRaum Ottensen“: Altonas Bezirksamtsleiter ebastian Kloth, „freiRaum“-Projektleiterin Annika Hanke und Verkehrssenator Anjes Tjarks (v.l.).

Spatenstich für „freiRaum Ottensen“: Altonas Bezirksamtsleiter Sebastian Kloth, „freiRaum“-Projektleiterin Annika Hanke und Verkehrssenator Anjes Tjarks (v.l.). Foto: Bezirksamt Altona

Nach jahrelangem Streit: Startschuss für „freiRaum Ottensen“

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Nach Jahren voller Debatten, Beschlüsse und Planungen geht es in Ottensen jetzt tatsächlich los: Der Bau für das umstrittene Verkehrsprojekt „freiRaum Ottensen – das autoarme Quartier“ hat am Mittwoch mit dem symbolischen ersten Spatenstich begonnen. In den kommenden 20 Monaten soll der Bereich im Herzen des Stadtteils umgebaut und deutlich verändert werden.


Zusammenfassung:

  • Die Bauarbeiten beginnen im Süden der Bahrenfelder Straße.
  • Der Umbau erfolgt in sieben aufeinanderfolgenden Bauabschnitten.
  • Anwohner und Geschäfte sollen möglichst wenig belastet werden.

Der Startschuss fällt im Süden des Projektgebiets in der Bahrenfelder Straße. Danach folgen die Große Rainstraße und die nördliche Bahrenfelder Straße. Ab Sommer 2027 ist dann der westliche Teil mit der Ottenser Hauptstraße an der Reihe. Um Anwohner und Geschäfte so wenig wie möglich zu belasten, wird das Vorhaben in sieben aufeinanderfolgenden Bauabschnitten umgesetzt.

Tjarks: „Altona hat Vorreiterrolle für urbane Lebensqualität“ 

„Zahlreiche Menschen in Ottensen haben sich schöne Freiflächen, mehr Grün und attraktive Aufenthaltsbereiche gewünscht“, sagte Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) beim Spatenstich. Und das würde „freiRaum Ottensen“ bieten. „Altona übernimmt damit eine Vorreiterrolle für urbane Lebensqualität, nachhaltige Mobilität und zukunftsfähige Stadtentwicklung.“ 

Altonas Bezirksamtsleiter Sebastian Kloth war sich sicher: „freiRaum Ottensen wird nicht nur zu einer höheren Lebensqualität und einem attraktiveren Stadtbild führen, sondern auch wirtschaftliche Impulse für den Stadtteil setzen.“

„freiRaum Ottensen“: Geschäfte für Fußgänger weiter zugänglich

Im ersten Bauabschnitt wird die Bahrenfelder Straße zwischen Klausstraße und Erzbergerstraße voll gesperrt. Die Bahrenfelder Straße am Spritzenplatz und die Ottenser Hauptstraße sind nur noch über Am Felde und die Erzbergerstraße erreichbar. Für Fußgänger sollen die Geschäfte und Grundstücke während der Arbeiten weiter zugänglich bleiben, auch wenn Wege im Baustellenbereich immer wieder kurzfristig angepasst werden.

Außerdem werden im Umfeld Halteverbotszonen, Flächen für den Lieferverkehr und barrierefreie Parkstände eingerichtet. Rettungsfahrzeuge und Müllabfuhr sollen jederzeit durchkommen.

Vorläufer-Projekt 2019: „Ottensen macht Platz“

Die lange Geschichte des Projekts begann mit der Einrichtung einer autofreien Zone im Zentrum Ottensens im Spätsommer 2019 – Name: „Ottensen macht Platz“. Lange währte die Spielwiese auf der Ottenser Hauptstraße allerdings nicht: Das Hamburger Verwaltungsgericht gab Anfang 2020 den Eilanträgen von zwei Gewerbetreibenden statt. Die Autos kehrten zurück auf die Straßen.

Doch der Bezirk Altona gab nicht auf, benannte das Projekt in „freiRaum Ottensen“ um. Es folgten sechs zähe Jahre mit öffentlichen Beteiligungen, Werkstätten, Diskussionen und Planungen. In das Vorhaben investieren der Bund und die Stadt Hamburg rund sieben Millionen Euro.

Regelmäßige Infos vor Ort soll es auch geben: Ab 4. Mai findet jeweils am ersten Montag im Monat von 16 bis 17.30 Uhr eine offene Baustellensprechstunde direkt an der Baustelle statt. Die Termine werden auf der Homepage des Projekts bekannt gegeben. Bereits am Mittwoch standen die Verantwortlichen des Projekts Bürgern auf der Baustelle Rede und Antwort.

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