Nach der Sternbrücke: Comeback für den Beachclub?
Statt Liegestühle, Sand und Beachvibes dominieren auf der Brammerfläche an der Max-Brauer-Allee, kurz vor dem Schulterblatt, inzwischen Kräne, Gerüste und Schweißgeräte. Unter Planen baut die Deutsche Bahn dort die riesige, umstrittene Sternbrücke, für die der langjährige Beachclub 2022 weichen musste. Doch was wird aus der großen Freifläche, wenn die von Kritikern als „Monsterbrücke“ bezeichnete Konstruktion im Sommer fertig ist?
Funkenflug und ein konstanter Lärmpegel: Auf der Baustelle der neuen Sternbrücke sind täglich bis zu 100 Mitarbeiter im Einsatz, die das neue Bauwerk bis zum Sommer zusammenbauen. Der 108 Meter lange und 25 Meter hohe Stahlkoloss soll im Juli und August an der Kreuzung Max-Brauer-Allee/Stresemannstraße eingehoben werden.
Deutsche Bahn errichtet die Sternbrücke auf der Brammerfläche
Sobald das geschafft ist, soll die Brammerfläche im ersten Quartal 2027 wieder freigeräumt werden, bestätigte eine Sprecherin der MOPO. Das bestätigte eine Sprecherin der MOPO. Zunächst hatte das „Abendblatt“ berichtet.
Was wird dann aus dem über 5000 Quadratmeter großen Areal? Seinen Namen hat es von der früheren Eigentümerfamilie Brammer, die lange das Gelände, beziehungsweise angrenzende Grundstücke im Schanzenviertel besaß. Der Name hat sich anschließend als inoffizielle Bezeichnung für das Gelände eingebürgert.
Beachclub musste für Sternbrücken-Bau weichen
18 Jahre lang lockte der Beachclub „Central Park“ Besucher mit Liegestühlen, Sand und kühlen Cocktails. Nach der Saison 2022 schloss er endgültig, um Platz für die Baustelleneinrichtung der Sternbrücke zu schaffen.
Das Grundstück gehört der städtischen Finanzbehörde, genauer gesagt deren Landesbetrieb Immobilien und Grundvermögen (LIG). Momentan ist die Fläche noch im Wohnungsbauprogramm des Bezirks Altona gelistet – langfristig könnten hier bis zu 125 Wohnungen entstehen. Dafür müsste die Bezirkspolitik allerdings den Bebauungsplan anpassen, der derzeit ausschließlich Gewerbe zulässt.
Das könnte noch einige Zeit in Anspruch nehmen, eine Zwischennutzung sei daher „grundsätzlich denkbar“, bestätigt eine Bezirkssprecherin. Wie genau diese Nutzung aussehen wird, soll ein öffentliches Beteiligungsverfahren klären. Ein konkretes Datum dafür steht allerdings noch nicht fest.
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