Nach Aus für UCI-Kino: In Othmarschen gibt es einen neuen Freizeit-Spaß
Nach der endgültigen Schließung der UCI-Kinowelt im vergangenen November wurde es zunächst ruhig um das Center in der Baurstraße 2 im Othmarschen Park. Doch nun eröffnet im Untergeschoss des Gebäudes eine neue Lasertag-Arena, die mit einem neuen Ansatz begeistern will. Die MOPO hat den neuen Freizeitspaß mit dem Namen „LaserZone“ getestet.
„Lasertag?“ Meine Eltern waren nicht gerade begeistert, als ich im Alter von zwölf Jahren erzählte, dass ein Schulfreund dort seinen Kindergeburtstag feiern wollte. „Zu brutal“, antwortete meine Mutter. Die Vorstellung von wilden Schießereien und bestialischen (virtuellen) Gemetzeln war zu viel für sie. Jetzt könnte eine neue Lasertag-Arena in Hamburg-Othmarschen einige Eltern aufhorchen lassen – allerdings mit einem deutlich verspielteren Ansatz.
Lasertag: Was ist das eigentlich?
Das Ziel des Spiels ist relativ einfach. Zwei Teams oder jeder gegen jeden treten gegeneinander an und versuchen sich gegenseitig abzuschießen. Wer am meisten trifft, gewinnt. Fans von Computerspielen dürfte dieser Modus bekannt vorkommen.
Das funktioniert mit einem sogenannten Phaser, der Licht „verschießt“ und einer angeschlossenen Weste, die über Lampen anzeigt, ob der Gegner oder die Gegnerin getroffen wurde. In der Arena gibt es Barrikaden, hinter denen man sich verstecken kann, um nicht ständig dem „Feuer“ der anderen ausgesetzt zu sein.
Wer steckt hinter „LaserZone“?
„LaserZone“ wurde von Patrick Wrobel gegründet und hat sich innerhalb von zehn Jahren zu Europas größtem Lasertag-Anbieter entwickelt. Der Manager betreibt mit seiner Firma „FunZone“ unter anderem auch Schwarzlicht-Minigolf, Axtwerfen oder Paintball, hauptsächlich im Raum NRW. Im Norden eröffnet „LaserZone“ nach Kiel am Freitag in Othmarschen seine zweite Filiale.
Wrobel will Lasertag anders angehen. Weniger „militaristisch“, mehr kindgerecht. Statt „schießen“ heißt es „markieren“, und die meisten Punkte bekommt man auch nicht, indem man andere Leute trifft. In der Anlage befinden sich mehrere versteckte Ziele, die bei erfolgreichem „Markieren“ deutlich mehr Punkte bringen.
Wie ist die Anlage im Othmarschen-Park?
Die Anlage in Othmarschen ist mit 1000 Quadratmetern Spielfläche recht groß, laut Betreiber können bis zu 50 Personen zeitgleich spielen. Eine weitere Besonderheit ist, dass es in der Anlage fünf erhöhte Flächen gibt, so dass auch auf mehreren Ebenen gespielt werden kann.
Ansprechend für die Spielerinnen und Spieler sind auch die Displays an den Westen und „Pistolen“, auf denen Namen und Statistiken abgelesen werden können. „LaserZone“ hat auch ein System mit Erfolgen und längerfristigen Zielen entwickelt, so dass über eine Karte die Ergebnisse mehrerer Besuche gespeichert werden können.
Und macht es Spaß?
Wer schon einmal Lasertag gespielt hat, dem dürfte der Ablauf bekannt vorkommen. Nachdem man sich ein kurzes Erklär-Video angesehen hat, bekommt man seine Weste und betritt die Halle. In der „LaserZone“ aktiviert man mit seiner Karte sein Gerät und wird farblich seinem Team zugeordnet.
In einer Testrunde der MOPO mit anderen Medienvertreterinnen und Medienvertretern haben wir in zwei Teams gegeneinander gespielt. Am Anfang war ich ein bisschen überfordert, weil so viel gleichzeitig passiert und man sich erst an den Modus gewöhnen muss. Aber nach ein paar Minuten bekommt man ein Spielgefühl und fängt an, strategisch zu denken. Wie sammle ich am besten Punkte? Wo kann man sich vor den anderen verstecken? Was passiert als nächstes?
„LaserZone“ ist ein gelungener Familienspaß
Schnell wird aber auch klar: Die Zielgruppe ist eine andere, als Menschen mit Anfang 20. Wrobel will mit seinem Spiel vor allem Eltern mit Kindern erreichen, die noch eine „coole Aktivität“ für das Wochenende suchen. Auf dem Bildschirm kann man sich einen lustigen Avatar aussuchen, die Arena ist kindgerecht mit Graffiti und Lichtern dekoriert, das Spiel stark an ein Computerspiel angelehnt.
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Für die Zielgruppe „Eltern mit Kindern“ ist die „LaserZone“ ein gelungener Familienspaß. Menschen mit Interesse an klassischem Lasertag sind vermutlich in anderen Arenen in Hamburg besser aufgehoben. Meine Mutter hätte mich damals jedenfalls eher in die kindgerechte „LaserZone“ geschickt.