Hamburg

Nach 44 Jahren: Traditionslokal in Hamburg dicht – das steckt dahinter

Das Traditionslokal ist dauerhaft geschlossen.
Das Traditionslokal ist dauerhaft geschlossen.

Das „Peking Enten Haus“ in Rotherbaum galt als Top-Adresse für die chinesische Delikatesse. Nun hat das Restaurant geschlossen.

Hier wurde die Peking-Ente nach einem 500 Jahre alten Rezept zubereitet: Das „Peking Enten Haus“ in Hamburg war bekannt für seine traditionelle Zubereitung. Doch nun bleibt die Küche kalt.

Mit einem Brief an der Fensterscheibe nimmt Geschäftsführerin Li Wu Abschied. Schon seit einigen Wochen hat das Restaurant im Laufgraben 18 (Rotherbaum) geschlossen. „Aus Altersgründen werden wir den Betrieb einstellen und uns aus dem aktiven Berufsleben zurückziehen“, schreibt sie.

Bei Promis beliebt: Das „Peking Enten Haus“ in Hamburg hat geschlossen

2007 hatte sie das Lokal übernommen: „Seitdem durften wir unzählige Gäste begrüßen und viele von ihnen über Jahre oder sogar Jahrzehnte begleiten“, so Li Wu. „Die vielen persönlichen Begegnungen haben unser Restaurant zu einem besonderen Ort gemacht“.

Das „Peking Enten Haus“ war von der Rentzelstraße an den Laufgraben gezogen.
Das „Peking Enten Haus“ war von der Rentzelstraße an den Laufgraben gezogen.

Das Traditionslokal gab es seit 1982, es war später von der Rentzelstraße an den Laufgraben gezogen. Die Peking-Ente wurde – von speziell ausgebildeten Köchen – traditionell mit Ingwer und Honig zubereitet und in einem Spezialofen geröstet. Sie wurde am Tisch zerteilt und mit chinesischem Fladenbrot serviert. Die Inhaber warben damit, „die einzige echte Peking-Ente in ganz Europa“ zu verkaufen, mit einer offiziellen Lizenz aus China.

Stammgast war unter anderem Komiker Otto Waalkes. Auch Promis wie Udo Lindenberg oder Verona Pooth sollen die knusprige Ente hier schon gegessen haben.

Drinnen wird aufgeräumt: Das Restaurant wurde verkauft.
Drinnen wird aufgeräumt: Das Restaurant wurde verkauft.

Das Lokal wurde jetzt verkauft – so steht es auch auf der Homepage. Die Räumlichkeiten werden nun an einen neuen Betreiber mit einem „völlig eigenständigen gastronomischen Konzept“ übergeben – Peking-Ente sei hier Geschichte.

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