Ein Graffiti: Ein kleines Mädchen im Kleid hat eine Skimaske auf und einen Baseballschläger in der Hand. Neben ihr steht das Wort Revolt.

In Hamburg ist ein Motiv, das stark an den Stil von Banksy erinnert, aufgetaucht. Foto: Privat.

Mysteriöses Graffiti: Dieser Hamburger steckt hinter Banksy-ähnlichem Werk

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Bewaffnet mit Skimaske und Baseballschläger ruft ein Kind zur Revolution auf. Das könnte man zumindest in das Graffiti hineininterpretieren, das in Hamburg an zwei Orten aufgetaucht ist. Der Stil erinnert stark an Banksy. Doch wie nun bekannt wurde, steckt dahinter ein Hamburger Graffiti-Künstler.

Ein junges Mädchen hält lässig einen Badeballschläger über ihrer Schulter. Auf dem Kopf trägt das Kind eine Skimaske. Neben ihr das Wort „Revolt“ mit einem O, das gleichzeitig ein Venussymbol darstellt. Dieses Bild ist an gleich zwei Orten in Hamburg aufgetaucht. Zum einen an dem Philosophenturm der Universität Hamburg, zum anderen an einem Zaun in der Kurzen Straße (Neustadt).

Vom Stil her erinnern die Bilder an den weltberühmten Street-Art-Künstler Banksy. Laut MOPO-Informationen halte sich in der Graffiti-Szene das Gerücht, dass sich Banksy derzeit in Hamburg aufhalte. Wie nun herauskam, handelt es sich bei dem Ersteller des Werkes allerdings um einen Hamburger, mit dem Instagram-Namen „neal_hamburg“. Der Künstler hat das Werk zeitlich passend zum internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen gesprüht. Darauf lässt auch das Motiv schließen.

Bedeutung von dem Motiv passend zu internationalem Aufruf

Das Mädchen mit dem Schlagstock in Hamburg würde sich thematisch einreihen lassen. Einen Aufruf zur weiblichen Revolution lässt das Wort „Revolt“ vermuten. Am 25. November wird weltweit für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen aufgerufen.

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Die Zahl der Frauen, die von ihrem Partner oder Ex-Partner schwer oder gefährlich verletzt worden sind, hat in Hamburg im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2023 zugenommen. Auch bei den Fällen von Vergewaltigung, sexueller Nötigung und besonders schweren sexuellen Übergriffen einschließlich Todesfolge stiegen die Zahlen deutlich an: 2024 wurden hier 93 Frauen in Hamburg Opfer ihres Partners oder Ex-Partners, im Jahr davor waren 70 Frauen betroffen. Bei den Männern gab es in den beiden Jahren insgesamt drei Opfer in diesem Bereich.

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