Mutter sucht Wohnung für ihren Sohn (27) – damit er endlich von zu Hause auszieht

Wohnungsbesichtigung (Symbolbild).
Wohnungsbesichtigung (Symbolbild).

Jeder, der schon mal eine Wohnung in Hamburg gesucht hat, weiß, dass diese Aufgabe nicht nur frustrierend, sondern vor allem auch langwierig ist. Eine Mutter wählte jetzt einen eher ungewöhnlichen Weg, um eine Unterkunft für ihren 27-jährigen Sohn zu finden – und rechnet in ihrem Text nicht nur mit dem Hamburger Wohnungsmarkt ab, sondern beschwert sich auch über die Marotten ihres Kindes.

„Längst hatte ich sein Ex-Kinderzimmer neu gestrichen und zu einem Zimmer für mich allein gemacht, und ehrlich gesagt, hätte ich es gern wieder zurück“, schreibt die Hamburgerin in einem Post, den sie am 31. März auf Facebook teilte. Ihr Sohn sei mit 21 Jahren schon einmal ausgezogen, im vergangenen Herbst nach einem Auslandsaufenthalt allerdings wieder ins elterliche Nest zurückgekehrt.

„Mittlerweile dauert dieser Übergang über sechs Monate, und wenn kein Wunder geschieht, wird er zu einem Zustand ungewisser Länge werden“, befürchtet sie. Seit letztem September sei er nur zu zwei Besichtigungen eingeladen worden, bei einer habe es insgesamt 200 Interessenten gegeben.

Mutter sucht auf Facebook eine Wohnung für ihren Sohn

Ihr Sohn habe auf ihre Frage, ob es nicht doof sei, wieder bei den Eltern zu wohnen nur erwidert, dass es besser sei als 600 Euro für ein kleines WG-Zimmer auszugeben. „Dafür verstehe ich mich zu gut mit euch. Und dafür wohnt ihr nicht weit genug draußen“, habe er ergänzt.

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Doch so harmonisch scheint die Eltern-Kind-WG dann doch nicht zu sein. In dem Post berichtet die Mutter noch irritiert über eine ungewöhnlich hohe Menge an Spiegeleiern, die ihr Sohn sich im Homeoffice brate – während sie versuche, einen Roman zu schreiben.

Kommentare unter Facebook-Post geben weitere Tipps

„Also versuche ich nun, dem Wunder mit diesem Post auf die Sprünge zu helfen“, wendet sich die Hamburgerin an die Facebook-Community. „Weiß jemand was?“ Ihr Sohn suche in den „üblichen“ Stadtteilen Eimsbüttel, Hoheluft und Altona für bis zu 1500 Euro warm. „Ich halte das für eine absurd hohe Miete“, sagt sie. Aber so viel koste das heutzutage nun einmal.

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Ihr Sohn habe eine Top-Schufa, eine Vormieterbescheinigung, Premium-Accounts bei Immobilien-Portalen und ein „recht passables“ Einkommen – damit ist er aber eben bei Weitem nicht allein.

Die Kommentare unter dem Beitrag sind überwiegend positiv, viele drücken die Daumen für die Suche nach einer Wohnung, ein paar geben Tipps. Eine erzählt sogar, dass sie ihren Sohn, Mitte 20, zu einer Besichtigung begleitet hatte – das hätte geklappt. Ein anderer fragt allerdings auch spöttisch nach, ob der Sohn nicht alt genug sei, um das selbst in die Hand zu nehmen.