Müll, Lärm, Zoff: Öjendorfer Hundehalter fürchten um ihren Park

Hundefreunde im Öjendorfer Park
Claus Döpelheuer (m.) hat mit weiteren Hundefreunden aus dem Öjendorfer Park eine Petition gestartet.

Lärm, umherliegende Grillkohle und anderer Müll sorgen in den Sommermonaten immer wieder für Streit im Öjendorfer Park (Billstedt). Vergangenes Jahr stellte der Bezirk neue Schilder auf und kündigte verschärfte Kontrollen an. Die Stadtreinigung installierte zusätzliche Müllcontainer. Doch jetzt gibt es erneut Ärger: „Es ist nicht besser geworden“, sagt Claus Döpelheuer, der mit einer Gruppe Hundefreunde regelmäßig im Park spazieren geht. Kürzlich hat er darum eine Petition gestartet.

„Man kann die Hunde teilweise nicht mehr freilaufen lassen – wenn man es tut, wird man angepöbelt“, sagt Döpelheuer. Der 53-jährige Fotograf und seine Frau gehen oft mit ihrer Golden-Retriever-Hündin im Öjendorfer Park spazieren.

Öjendorfer Park: Ärger um Grillkohle, Kot und Parkplätze

Die Hundeauslaufzone und die Grillzonen sind hier voneinander getrennt – eigentlich. „Einige Gruppen machen sich überall breit und hinterlassen ihren Müll“, sagt Döpelheuer.

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Gerade für Hunde und Kinder ist verstreute heiße Grillkohle gefährlich. Im vergangenen Juni war ein Kind hier in unachtsam ausgekippte Kohle getreten und hatte sich schwere Verbrennungen zugezogen.

Müll im Öjendorfer Park
Manche Grillfreunde hinterlassen den Park völlig vermüllt.

„Wenn man versucht, die Leute darauf hinzuweisen, dann wird es schnell aggressiv“, so Döpelheuer. Das sei auch nicht der einzige Konflikt im Park. Bei schönem Wetter sei es besonders schlimm: „Dann wird auch die Notdurft in den Büschen verrichtet und aus dem Holz der Bäume werden offene Feuer gemacht.“ Regelmäßig sei auch der Parkplatz völlig verstopft und Besucher würden sich gegenseitig zuparken.

In einer Petition fordern Döpelheuer und einige andere Hundefreunde jetzt konsequente Kontrollen und die Durchsetzung der Parkregeln. Bisher hat der Beitrag mehr als 200 Kommentare und mehr als 400 Unterschriften. Viele der Unterzeichner beschweren sich ebenfalls über Qualm, Dreck und Lärm.

Beschwerden beim Bezirksamt und Verfahren

Was sagt der Bezirk Hamburg-Mitte dazu, der im vergangenen Jahr erst neue Schilder und verschärfte Kontrollen eingeführt hatte? Der „Nutzungsdruck“ sei auch in diesem Jahr hoch, so eine Sprecherin auf MOPO-Anfrage. Der Unmut ist hier offenbar bekannt: Bislang seien in diesem Jahr sieben Beschwerden beim Bezirksamt eingegangen. Dabei ging es unter anderem um das Grillen außerhalb der Grillzone, die Nutzung der Hundeauslaufzone für andere Aktivitäten, Parkplatzprobleme und Müll.

Parkregeln im Öjendorfer Park
Der Bezirk hatte im vergangenen Jahr neue Schilder im Öjendorfer Park aufgestellt.

Die Polizei verzeichnete Einsätze im „mittleren zweistelligen Bereich“. Häufigster Grund: „Belästigung durch Rauch”. Aus polizeilicher Sicht sei der Park aber „unauffällig“, so ein Sprecher.

Im Jahr 2025 gab es laut Bezirksamt 27 Verfahren wegen Grillens außerhalb der Grillzone. In diesem Jahr wurden bisher zwei Verfahren eingeleitet. 25 bis 150 Euro kann solch ein Verstoß kosten.

Polizei, Bezirk und Stadtreinigung im Einsatz

Seit Anfang 2026 hat der Bezirk bereits zweimal größere Kontrollen in Begleitung von Stadtreinigung und Polizei durchgeführt – bis August sind noch sechs weitere geplant. Weil die Probleme vor allem bei gutem Wetter auftreten, sei die Einsatzplanung „bisweilen“ eine Herausforderung.

Die Polizei ist nach eigenen Angaben regelmäßig vor Ort auf Streife, auch der Hundekontrolldienst beobachtet die Lage. Die Stadtreinigung ist laut Sprecher an sieben Tagen in der Woche im Park im Einsatz. Nach Wochenenden oder bei entsprechender Wetterlage gebe es Sonderreinigungen. Auch die „Waste Watcher“, eine Sondereinheit der Stadtreinigung, seien täglich morgens und abends unterwegs. Insgesamt habe sich die Lage seit dem vergangenen Jahr verbessert; eine abschließende Bewertung erfolge aber erst nach Saisonende.

Bezirk appelliert: „Verhalten Sie sich rücksichtsvoll“

„Wir appellieren an alle Besucherinnen und Besucher: Verhalten Sie sich rücksichtsvoll und nehmen Sie unsere Regeln ernst, damit alle ihren Besuch in unseren Grünanlagen genießen und in guter Erinnerung behalten können“, sagt die Sprecherin des Bezirks.

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Wegen der eingegangenen Beschwerden prüft der Bezirk derzeit, wie die Zonen durch eine bessere Beschilderung noch verständlicher gekennzeichnet werden können.

Lärm, umherliegende Grillkohle und anderer Müll sorgen in den Sommermonaten immer wieder für Streit im Öjendorfer Park (Billstedt). Vergangenes Jahr stellte der Bezirk neue Schilder auf und kündigte verschärfte Kontrollen an. Die Stadtreinigung installierte zusätzliche Müllcontainer. Doch jetzt gibt es erneut Ärger: „Es ist nicht besser geworden“, sagt Claus Döpelheuer, der mit einer Gruppe Hundefreunde regelmäßig im Park spazieren geht. Kürzlich hat er darum eine Petition gestartet.