MOPO hat es getestet: So machen Sie Dubai-Schokolade selbst!
„WOW, JUST WOW!!!“ Mit diesen Worten machte die Food-Influencerin Maria Vehera die „Dubai-Schokolade“ zum größten Hype des Jahres. Die Folgen: Limitierte Stückzahlen, lange Schlangen und hohe Preise. Wer das nicht in Kauf nehmen will, aber trotzdem probieren möchte, findet im Internet unzählige Videos, wie man sie selbst herstellen kann. Sich darauf verlassen? Nicht mit der MOPO! Wir waren bei einer echten Confiserie und haben uns von Experten erklären lassen, wie sie auch wirklich gelingt.
Dienstagnachmittag in der Manufaktur der Confiserie Paulsen in Hamburg-Hohenfelde. Gegen 16 Uhr machen die Mitarbeiterinnen Feierabend und überlassen die kleine Küche samt Schokoladenbrunnen den ungeübten Händen unserer Reporterin. Unter Anleitung von Inhaber Daniel Biebl (42) kann es losgehen.
„Das, was die Schokolade teuer macht, sind die vielen Arbeitsschritte“, sagt Biebl gleich zu Beginn. Ab jetzt gilt es also selbst Hand anzulegen. Die Schokoladenförmchen stehen schon bereit.
Ein Stück Dubai für die Schokolade
Das Besondere an der Schokolade ist die Füllung. Sie besteht aus knusprigen Teigfäden, Pistaziencreme und Sesampaste. Los geht’s mit den Teigfäden. Sie müssen erstmal klein geschnitten werden. Statt sie, wie auf Social Media zu sehen ist, in der Pfanne mit Butter anzubraten, rösten die Experten sie ganz schlicht im Backofen bei 180 Grad. „Das zusätzliche Fett ist gar nicht nötig“, sagt Biebl.
Das ist bereits in der Pistaziencreme enthalten. „Sie sollte zu ca. 35 Prozent aus Pistazien bestehen, der Rest ist Sonnenblumenöl und Puderzucker“. Für die Füllung muss die Creme noch mit Sesampaste vermischt werden – im Verhältnis neun zu eins. Jetzt noch mit dem Engelshaar verrühren, bis eine relativ feste Masse entsteht.
Nächster Schritt: Schokolade schmelzen
Typischerweise gibt es die Schokolade mit einer verzierten Oberseite. Dafür mischt man in der Confiserie Paulsen weiße Schokolade mit Matcha-Pulver. Die Schokolade muss man dafür einfach im Wasserbad schmelzen. „Für den optimalen Look sollte die Temperatur der Schokolade zwischen 31 und 33 Grad liegen, dann glänzt sie später und ist nicht grau“, rät Biebl. Das gilt sowohl für dunkle, als auch Vollmilch-Schokolade.
Dann geht’s ans Schichten. Erst die Deko, dann die Vollmilchschokolade. Sie soll die ganze Form ausfüllen – auch eine Schokolade braucht schließlich Wände. Die überflüssige Schokolade wird abgegossen und die Füllung in der Form verteilt. Eine Lage Vollmilch-Schokolade drüber und die Dubai-Schokolade ist fertig.
Dubai-Schokolade kostet: Entweder Zeit oder Geld
Die Confiserie Paulsen hat im September angefangen, die Schokolade zu produzieren. „Da bin ich erstmal zum Steindamm gerannt und habe Engelshaar gekauft“, sagt Biebl. Auch heute sind die dortigen türkischen Supermärkte noch die beste Adresse für die orientalischen Teigfäden.
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Der Rest findet sich im ganz normalen Supermarkt. Dort gibt es auch fertige Tafeln zu kaufen. Wer sie probieren will, wird aber zur Kasse gebeten. Eine Tafel kostet etwa zwischen 15 und 70 Euro. Das Fazit: Die Schokolade ist lecker, kostet aber auch – entweder Zeit oder Geld.