Ted Linow 2024 mit weißen Haaren und einem pinken Schal um den Hals.

Der Hamburger Ted Linow hatte berühmte Models unter Vertrag, etwa Naomi Campbell. Foto: imago/Future Image

Models warten auf ihr Geld: Berühmte Hamburger Agentur in Schwierigkeiten

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Toni Garrn, Naomi Campbell, Tatjana Patitz – berühmte Frauen aus der Modelwelt waren bei Ted Linow unter Vertrag. Doch ein Teil seiner Agentur Mega Model Agency hat nun Insolvenz angemeldet. Einige Models warten noch auf ausstehende Honorare.

Am Eppendorfer Baum, nur wenige Meter vom Isebekkanal entfernt, sitzt die Mega Model Agency. Inhaber ist der Modelagent Ted Linow. Der Hamburger finanzierte einst sein Studium durch Modeljobs, später hatte er große Namen der Laufstegwelt unter Vertrag.

Insolvenzverwalter: Auch Models warten auf ihr Geld

Jetzt hat die Mega Model Service GmbH, die Abrechnungsgesellschaft der Mega Model Agency, Insolvenz angemeldet. Für das Verfahren wurde Rechtsanwalt Dietmar Penzlin als Insolvenzverwalter ernannt. Er schildert, dass nur die Abrechnungsstelle von der Insolvenz betroffen ist, die Agentur selbst nicht.

„Der Geschäftsbetrieb ist bereits seit dem 30. September 2025 eingestellt“, sagt Penzlin. Dementsprechend seien in der Abrechnungsstelle auch keine Angestellten mehr beschäftigt. Doch es gäbe noch offene Zahlungsansprüche. „Zu den Gläubigern gehören auch Models“, bestätigt der 54-Jährige. Einzelheiten kann er nicht verraten, da das Insolvenzverfahren nicht öffentlich ist.

Supermodel Toni Garrn und Ted Linow bei einem Foto-Shooting 2010. (Archivbild) picture-alliance / radio tele nord | rtn, ulrike blitzner
Supermodel Toni Garrn und Ted Linow bei einem Foto-Shooting 2010. Er sitzt auf einem roten Sessel, sie auf einer Armlehne. Beide lachen.
Supermodel Toni Garrn und Ted Linow bei einem Foto-Shooting 2010. (Archivbild)

In den nächsten zwei Wochen werden die Betroffenen Anmeldeformulare erhalten, so Penzlin. „Die Gläubiger können dann ihre Forderungen bei mir als Insolvenzverwalter anmelden. Zum Ende des Insolvenzverfahrens wird dann die sogenannte Insolvenzquote an die Gläubiger ausgezahlt.“

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Bei einer Insolvenzquote geht es um den prozentualen Anteil einer Forderung, den Gläubiger von dem verbleibenden Geld erhalten, wenn das Insolvenzverfahren zu Ende ist. Wie hoch die Insolvenzquote sein wird, kann Penzlin nicht sagen. Er geht aktuell „allenfalls von einer sehr geringen Quote im niedrigen einstelligen Prozentbereich“ aus.

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