Eine Mutter ihren Sohn auf dem Fahrrad

Eine Mutter begleitet ihren Sohn auf dem Fahrrad (Archivbild). Foto: picture alliance/dpa/Jan Woitas

Mobilitätswende: Hamburg setzt aufs Fahrrad – und hat große Pläne für 2026

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Mehr Platz fürs Fahrrad, neue Brücken, geschützte Spuren – Hamburg schraubt weiter am großen Umbau seiner Straßen. Der Senat zieht Bilanz zum Radwegebau und kündigt für 2026 neue Projekte an. Was davon wirklich Sicherheit bringt, wo es konkret gebaut wird – und was Verkehrssenator Anjes Tjarks dazu sagt.

Hamburg treibt den Ausbau seiner Radinfrastruktur weiter voran. Seit 2020 wurden in der Stadt insgesamt 343 Kilometer Radwege neu gebaut oder saniert, teilte der Senat mit. Allein im Jahr 2025 kamen rund 50 Kilometer hinzu. Nach Angaben der Verkehrsbehörde wurden 66 Prozent der Maßnahmen als geschützte Radverkehrsinfrastruktur umgesetzt.

Hamburg plant Leitsystem fürs Fahrrad

Neben dem Ausbau der Strecken setzt die Stadt dabei verstärkt auf neue Standards und Pilotprojekte. Dazu gehören die Weiterentwicklung des bisherigen Veloroutennetzes zum sogenannten „Hamburger Radnetz“, ein neues Leitsystem zur besseren Orientierung für Radfahrende sowie eine einheitliche Nachrüstung von Schutz­elementen an bestehenden Radfahrstreifen.


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Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) erklärte: „Wir machen Hamburg Schritt für Schritt fahrradfreundlicher – mit innovativen Projekten und sicheren Radwegen, dabei setzen wir neue Standards.“

Zu den umgesetzten Projekten zählen unter anderem die neue Radbrücke an der Halskestraße – Hamburgs erster Brücke ausschließlich für den Radverkehr – sowie neu gestaltete Abschnitte des Jungfernstiegs, der Max-Brauer-Allee und rund um die Hohenfelder Bucht. Auch wichtige Verkehrsachsen wie die Budapester Straße, die Willy-Brandt-Straße und die Bundesstraße wurden instand gesetzt oder neu geordnet. Ein Umbau an der Louise-Schröder-Straße wurde im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet.

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Für 2026 kündigt die Verkehrsbehörde weitere Bauvorhaben an. Geplant sind neue oder sanierte Radwege unter anderem in der Saarlandstraße, der Steinstraße und der Georg-Wilhelm-Straße. Zudem sollen geschützte Radfahrstreifen am Eppendorfer Marktplatz und in der Manshardtstraße entstehen. In fünf Pilotprojekten will die Stadt prüfen, wie sich zusätzliche Schutzelemente an bestehenden Radfahrstreifen bewähren.

Tjarks betonte, das Fahrrad spiele eine zentrale Rolle in der Verkehrsplanung der Stadt: „Unser Ziel ist, dass Radfahren für alle Hamburgerinnen und Hamburger noch attraktiver und komfortabler wird. Dafür setzen wir auf Qualität, Sicherheit und echte Verbesserungen im Alltag.“ Ziel sei es, den Anteil des Radverkehrs weiter zu erhöhen und die Mobilitätswende voranzubringen. (rei)

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