Hamburg

Mitten in Altona: Haus kurz vor Einsturz – jetzt handelt der Eigentümer

Einsatzkräfte vor einem einsturzgefährdeten Haus an der Holstenstraße in Hamburg-Altona.
Einsatzkräfte vor der Häuserzeile an der Holstenstraße: Aus dem akut einsturzgefährdeten Haus in der Mitte hatte die Feuerwehr 14 Bewohner in Sicherheit gebracht. (Archivbild)

Dem einsturzgefährdeten Haus in Altona droht doch nicht der Abrisshammer. Was der Eigentümer mit dem Gebäude vorhat:

Wie geht es weiter mit dem Einsturz-Haus in Altona? Nachdem die Bewohner ihr Heim überstürzt verlassen mussten, äußerte sich nun der Eigentümer.

Wie der NDR berichtete, legte der Eigentümer einen Plan für Maßnahmen beim Bezirksamt Altona vor. Nach NDR-Informationen soll in den kommenden Tagen mit den Arbeiten begonnen werden. Das Gebäude soll zunächst abgestützt werden.

Die Vorwürfe der Bewohner – nicht auf ihre Mängelmeldungen eingegangen zu sein – wies der Eigentümer über seinen Anwalt zurück. Dieser erklärte auch, der Eigentümer zeige Verständnis für die Situation der Anwohner. Gemeldete Mängel seien stets überprüft und behoben worden – im Zusammenhang mit dem aktuellen Zustand stünden sie allerdings nicht.

Sanierung statt Abriss

Über seinen Anwalt ließ der Eigentümer laut NDR außerdem ausrichten, das Gebäude solle saniert und nicht abgerissen werden. Dafür hatte er bis zum vergangenen Freitag ein entsprechendes Konzept beim Bezirksamt vorlegen sollen – dieses sei jedoch nicht ausreichend gewesen, heißt es weiter. Bis Montagabend soll der Eigentümer ein umfassenderes Konzept nachgereicht haben.

Dort heißt es: Innerhalb der kommenden zwei Wochen dürften die Anwohner ihre Wohnung rasch betreten, um ihren Besitz abzuholen – aber nur, sofern das Gebäude gesichert sei.

Wohnhaus seit Ende Juli unbewohnt

Das fünfstöckige Wohnhaus an der Holstenstraße war Ende Juli evakuiert worden. Anwohner hatten die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem sie auffällige Risse im Mauerwerk beobachtet hatten. Sie wurden daraufhin in Notunterkünften untergebracht, das Gebäude wurde notdürftig abgestützt.

Das Technische Hilfswerk (THW) installierte zudem auf dem Dach des Hauses eine Sondierungsanlage, um die Bewegungen des Gebäudes aufzuzeichnen. (mp)



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