Heidi Reichinnek

Heidi Reichinnek ist die populäre Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag. Foto: picture alliance / Andreas Gora | Andreas Gora

Mitgliederboom bei Hamburgs Parteien: SPD top, Linke holt auf, Grüne stark

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Die SPD bleibt trotz eines leichten Rückgangs die mitgliederstärkste Partei in Hamburg. Eine Partei konnte ihren Mitgliederbestand mehr als verdoppeln.

Die SPD bleibt trotz eines kleinen Rückgangs die mit Abstand mitgliederstärkste Partei in Hamburg. Ende vergangenen Jahres habe die Regierungspartei unter ihren Vorsitzenden Melanie Leonhard und Nils Weiland 10.064 Mitglieder gehabt, sagte ein Parteisprecher der Deutschen Presse-Agentur. Ein Jahr zuvor seien es noch 10.377 Genossinnen und Genossen gewesen – also 313 Mitglieder mehr.

Grüne zweitgrößte Partei in Hamburg

Auf Platz zwei liegen die Grünen mit ihren Landesvorsitzenden Selina Storm und Leon Alam. Sie konnten die Zahl der Mitglieder im Jahr der Bundestags- und Bürgerschaftswahl um 1169 auf 6772 erhöhen. Insgesamt verzeichneten sie 2025 den Angaben zufolge 1531 Beitritte und 564 Austritte. Eine Sprecherin wies aber darauf hin, dass es bei den Kreisverbänden vermutlich noch unbearbeitete Mitgliedsanträge gebe, so dass sich die Zahlen noch etwas ändern könnten.

Den mit Abstand größten Mitgliederzuwachs verzeichneten die Linken. Auch dank der populären Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Heidi Reichinnek, schoss die Mitgliederzahl geradezu in die Höhe. Nach Parteiangaben konnten die Hamburger Linken mit ihren Landessprechern Sabine Ritter und Thomas Iwan die Zahl der Mitglieder von 2156 auf 5529 mehr als verdoppeln. Zudem überzeugte die Partei viele junge Leute. So sind den Angaben zufolge 44 Prozent der Mitglieder jünger als 31 Jahre.


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CDU konstant bei rund 6000 Mitgliedern

Bei der CDU Hamburg als Oppositionsführerin in der Hamburgischen Bürgerschaft änderte sich dagegen kaum etwas. Die Partei unter ihrem Vorsitzenden Dennis Thering habe in der Hansestadt weiter rund 6000 Mitglieder, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Ein- und Austritte sowie Todesfälle hielten sich 2025 die Waage.“ Die AfD ließ die Anfrage nach der Mitgliederzahl unbeantwortet.

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Die FDP – sie hat nach dem Scheitern der Ampelkoalition in Berlin den Einzug in den Bundestag und auch in die Hamburgische Bürgerschaft deutlich verpasst – gibt sich tapfer. „Mit 159 Neueintritten gibt es weiterhin Menschen, die sich bewusst für liberale Politik engagieren möchten – auch in einem anspruchsvollen politischen Umfeld“, erklärte die Partei. Mit 1782 Mitgliedern verfüge die FDP Hamburg weiterhin über eine tragfähige Basis – Anfang vergangenen Jahres waren es noch mehr als 2000. (dpa)

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