Missbrauch durch Deepfake-Pornos: „Es lohnt sich immer, den Kampf aufzunehmen!“
Die Hamburger Schauspielerin Collien Fernandes suchte jahrelang nach der Person, die im Internet pornografische KI-Bilder und Videos von ihr verbreitete. Im „Spiegel“ wirft sie ihrem Ex-Mann Christian Ulmen jetzt vor, genau das getan zu haben. Ulmens Anwalt weist die Vorwürfe zurück und kündigt rechtliche Schritte gegen die Berichterstattung an. Die Hamburger Justizsenatorin Anna Gallina (Grüne) forderte schon vor diesem Fall ein härteres Vorgehen gegen solche Deepfakes. Im MOPO-Interview sagt sie, warum Frauen auch im Netz zu schlecht geschützt sind, was sich ändern muss – und weshalb sich jede Anzeige lohnt.
MOPO: Frau Gallina, Sie haben im Oktober auf die Gefahr sexualisierter KI-Deepfakes aufmerksam gemacht und fordern härtere Gesetze. Wie verbreitet ist dieses Phänomen?
Anna Gallina: Die Gewalt, die Männer gegen Frauen ausüben, hat durch den digitalen Raum eine zusätzliche Dimension bekommen – mit neuen Möglichkeiten. Es gibt immer mehr Plattformen und Dienstleister, die es ermöglichen, gefälschte pornografische Bilder und Videos anzufertigen und zu verbreiten. Verbale Übergriffe im Netz, sexualisierte Kommentare und Ähnliches kennen wir, aber das ist jetzt eine ganz andere Liga.
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