Abtransport einer Leiche in einem eingeschneiten Zelt

Einsatzkräfte der Polizei und der Johanniter-Unfall-Hilfe bereiteten im Januar den Abtransport einer Leiche vor, die in einem eingeschneiten Zelt auf der Lombardsbrücke gefunden worden ist. (Archivbild) Foto: Marcus Golejewski/dpa

Mindestens 13 Obdachlose im Januar in Hamburg gestorben

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Im Januar sind in Hamburg mindestens 13 obdachlose Menschen gestorben. Die genauen Todesursachen sollen nach Obduktionen bekanntgegeben werden.

Drei von ihnen starben auf der Straße, wie Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD) sagte. Die anderen seien etwa in Einrichtungen wie dem Winternotprogramm oder im Krankenhaus gestorben. 

Die Sozialbehörde kündigte an, nach erfolgten Obduktionen gemeinsam mit dem Institut für Rechtsmedizin die Todesursachen zu veröffentlichen. Einer Studie zufolge leben in Hamburg rund 3800 obdachlose Menschen.

Die Polizei hatte zuletzt sogar von 18 toten Obdachlosen gesprochen. Mitte Januar etwa hatte sie auf einer Brücke zwischen Binnen- und Außenalster einen toten Mann vor einem Zelt gefunden. Vor allem Obdachlosen, die schon lange auf der Straße leben und deshalb in schlechter gesundheitlicher Verfassung sind, setzte die langanhaltende Kälte im Januar besonders zu.

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Ein Sprecher der Sozialbehörde erklärte die unterschiedlichen Zahlen unter anderem damit, dass die Polizei aktuellere Zahlen habe oder auch Menschen dazuzähle, die eigentlich gar nicht unter die Definition von Obdachlosigkeit fielen. Auch seien Datendopplungen möglich. Derzeit seien Sozialbehörde, Polizei und Staatsanwaltschaft dabei, eine einheitliche Berichtsgrundlage zu erarbeiten. (dpa)

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