Ein Schulhof

Das Licht der Abendsonne fällt über einen Schulhof(Symbolbild). Foto: picture alliance / imageBROKER | Manuel Kamuf

Millionenschaden durch blinde Zerstörung an Hamburgs Schulen

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Kaputte Spielgeräte, beschmierte Wände, eingeschlagene Scheiben: Das Vandalismus-Problem an Hamburgs Schulen wächst – und kostet die Stadt jedes Jahr Millionen Euro. Trotzdem bleiben viele Schulhöfe geöffnet.

Eine Auswertung der Schulbehörde zeigt: Die meisten Hamburger Schulen lassen ihre Höfe auch außerhalb der Unterrichtszeiten geöffnet. Bei den Grundschulen sind es 58 Prozent, bei den Gymnasien 72 Prozent und bei den Stadtteilschulen sogar 82 Prozent. Vielerorts können Kinder bis 20 Uhr auf den Höfen spielen und klettern. Auch Sporthallen und Plätze öffnen für Vereine ab 17 Uhr ihre Tore.

Für Bildungssenatorin Ksenija Bekeris sind sie ein wichtiger Spiel-, Freizeit- und Rückzugsort. Sie sagt: „Offene Schulhöfe sind ein Gewinn für Hamburgs Familien und stehen für eine familienfreundliche Stadt” – gerade in einer dicht bebauten Metropole, in der Freiflächen knapp sind.

Millionenschaden durch blinde Zerstörung: Schulhöfe sollen trotzdem aufbleiben

Doch das hat auch seine Kehrseite: Immer wieder kommt es zu Vandalismus, Diebstählen oder mutwilliger Verschmutzung: Glasscherben auf dem Boden, beschädigte Spielgeräte oder Graffiti. Einige Schulen berichten von nächtlichen Feiern, Alkohol- oder Drogenkonsum auf dem Gelände. Allein 2025 entstanden Schäden in Höhe von rund 2,65 Millionen Euro.

Die Folge: Einige Schulen entscheiden sich bewusst dagegen, ihre Höfe nach Schulschluss freizugeben. Neben Vandalismus spielen auch Lärmbeschwerden aus der Nachbarschaft, Sicherheitsfragen oder fehlende Kontrollmöglichkeiten eine Rolle. Nun versucht die Stadt dagegenzusteuern – mit Zäunen, besserer Beleuchtung, Alarmanlagen oder sogar Wachschutz. Gemeinsam mit den Bezirken, der Polizei und Sozialarbeitern versucht die Stadt, Vandalismus vorzubeugen – etwa mit pädagogischen Konzepten oder legalen Graffiti-Flächen.

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Doch trotz aller Probleme bleibt für die Senatorin klar: So viele Schulhöfe wie möglich sollen offenbleiben. Sie sind für viele Kinder in der Stadt mehr als nur ein Pausenhof – sie sind Spielplatz, Treffpunkt und Freiraum zugleich. Ihr Appell: „Liebe Nachbar:innen von Schulen, bitte halten auch Sie die Schulhöfe gerne im Blick, damit wir sie auch weiter offenhalten können.“ (mp)

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