Midsommerland Harburg: Frust über Eröffnungstermin

Midsommerland
Schön warm: der Whirlpool mit Massagedüsen im Midsommerland in Harburg.

Olympisch klingt das nicht: Seit drei Jahren ist das Midsommerland in Wilstorf bereits geschlossen. Wer im Süden Hamburgs schwimmen oder in die Sauna möchte, muss weite Wege ins Umland in Kauf nehmen. Auf dem bereits lange eingezäunten Gelände des Spaßbades an der Außenmühle laufen die Abrissarbeiten für das knapp 53 Millionen Euro teure Projekt, zu dem die Sanierung plus eine neue Trainingshalle gehören. Aber nun gibt es auf Nachfrage der CDU neue Hiobsbotschaften.

Zusammenfassung:

  • Das Midsommerland in Wilstorf seit 3 Jahren geschlossen.
  • Die Bauarbeiten, ein 53-Mio.-Euro-Projekt, verzögern sich wegen des langen Winters.
  • Die Eröffnung des Bades findet voraussichtlich erst im Sommer 2028 statt.

Erste Teile des Spaßbades am Gotthelfweg wurden bereits im vergangenen Herbst abgerissen, darunter die Sauna. Auch Bäume auf dem Gelände sind lange gefällt. Doch auf dem eingezäunten Gelände ist vom Baufortschritt wenig zu sehen. Tatsächlich kommen die Arbeiten kaum voran: Wie Bäderland nun auf eine Anfrage der CDU einräumt, verzögert sich die Eröffnung des Bades erheblich.

Midsommerland Harburg: Eröffnung fast ein Jahr später?

So hieß es vor zehn Monaten noch, das Bad werde im 4. Quartal 2027 endlich wieder eröffnen. Die CDU-Abgeordnete Birgit Stöver fragte nun nach dem Stand der Dinge. Das Ergebnis: Das Spaßbad eröffnet „voraussichtlich“ ein halbes Jahr später – im Sommer (3. Quartal) 2028. Nur die neue Trainingsschwimmhalle soll wie geplant Ende 2027 fertig werden.

25-Meter-Becken mit Sprunganlage: So soll die Trainingshalle im Midsommerland in Hamburg-Harburg einmal aussehen.
25-Meter-Becken mit Sprunganlage: So soll die Trainingshalle im Midsommerland einmal aussehen.

„Die Baumaßnahme hat im Herbst 2025 begonnen, wurde jedoch durch den lang anhaltenden Winter samt entsprechender Witterung bis Mitte März gebremst“, heißt es als Erklärung in der Antwort auf die Senatsanfrage.

Bäderland erklärt: Grund ist der lange Winter

„Diese weitere Verzögerung um etwa 9 bis 12 Monate bis Mitte/Ende 2028 bedeutet eine Gesamtschließzeit von rund fünf Jahren“, rechnet Stöver vor. Die knapp sieben Wochen Wintereinbruch will sie nicht als Begründung gelten lassen. „Warum wurde nicht robuster geplant, wenn der Bau im Winter doch absehbar war?“

Für Harburgerinnen und Harburger bedeute das längere Wege, höhere Kosten und eine weniger spontane Nutzung. Auch Vereine und Schulen seien von der Dauerbaustelle betroffen. Stöver: „Der rot-grüne Senat verliert den Alltag der Menschen vor Ort aus dem Blick.“

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Zumindest eine gute Nachricht gibt es: Die kalkulierten Baukosten sind bisher nicht gestiegen. Doch auch das zweifelt Stöver bei der Verzögerung am Bau an. „Es bleibt fraglich, wie realitätsnah diese Selbsteinschätzung nach der bereits eingetretenen Verzögerung noch ist.“

Das Richtfest der Trainingsschwimmhalle ist für Ende November geplant. Ab Herbst plant Bäderland auch Führungen für Interessierte auf dem Gelände.

Olympisch klingt das nicht: Seit drei Jahren ist das Midsommerland in Wilstorf bereits geschlossen. Wer im Süden Hamburgs schwimmen oder in die Sauna möchte, muss weite Wege ins Umland in Kauf nehmen. Auf dem bereits lange eingezäunten Gelände des Spaßbades an der Außenmühle laufen die Abrissarbeiten für das knapp 53 Millionen Euro teure Projekt, zu dem die Sanierung plus eine neue Trainingshalle gehören. Aber nun gibt es auf Nachfrage der CDU neue Hiobsbotschaften.

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